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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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546
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546 Burgunder Rüde

nai«, ko Süden an SyonnoiS und -egenNorden an die Champagne. Hauplstadtwar Dijon, wo sich auch die Behördenbefanden. Später kam durch den Frie,den von Nimwegen (1678) noch Hoch-Bur-gund oder Franche Comte (s. d.) zu Frank-reich, das seit dem Erlöschen de« burgun-dischen Stamme« zu Deutschland u. Spanien«hört hatte, u. beide blieben bei diesem Landeis zur Revolution, wo sie in die Depar.ment» Doub«, Cöt« twr, Hauke Saonne,Jura, Saonne und Loire und de l'Aingetheilt wurden. (//». u. ///.)

Burgunder Rübe (Bot.), so v. n.Mangold, s. Lora.

Burgunder, schwarzer (»nv-rna»noir. Pomol.), frühzeitige, mittelgroßeTraube; hat kleine, zuckersüße, runde, ge,drungene Beeren, reift sehr bald und ge-deiht sehr oft.

Burgunder-thaker, s. Albcrtiner.

Burgunder Wein (Waarenk.), schöneweiße und rothe französische Weine, dieaus Burgund in großer Menge bezogenwerden. Der B. wirkt weniger rasch alsder Champagner, aber dauerhafter; des.gilt er für alte und schwächliche Personenals Stärkungsmittel. Man theilt die bur»gunder Weine in Ober, und Nie -der-Burgunder; letztere gehen vorzüg-lich durch ganz Europa. Die jungen wer,den im März und April, die alten dasganze Jahr versendet. Die bessern Sortensind: Vermenton, EscolineS, Juffy; ge-ringere: Augy. Vaur, Champ«, Binca.ton, Arcy, St. Bris, Cravant, Vallan,Ehy, l'Evöqu«, Mige, Vincelles, Charen-tenay, Quein, Nonnetau, St. Georg,Perrigey rc.; die aus Ober-Burgund inder Gegend von Nuits nennt man CäteRnitonne (Burgunder Nuits) überhaupt;des. Echevaur, Clos de Bouquet, Roma-nce, Richeburg, la Lache, Beaumont, St.Georg, Didier, Bancrams, Pelliers, Ban-dst u. s. w. (7^e.)

Burgundko (Oratio), geb. zu Bret,cia 1679, Jesuit; lehrte Mathematik zuRom, von 1712 bi« an seinen Tod 1741,und hinterließ, außer lateinischen Gedichten;Alotus tollnri» in or(>o «nnuo ex no-vis obiorvationibu, Rom

1714, 4 . Z Irickir explicauo niaclieni»-lics, ebenb, 1715; Iiz-ckromstri

i<Io», ebenb. 1717; iVIapparuni oonstruo»tio in plani» spliaeiam t-in^entidus,ebenb. 1718; Oonsrrncrio eolipsinin inäieoo terrae üemonarrara, ebend. 1719;«Is «irn tellnris» ebend. 1725; cks rna-ris aeaku, ebend. 1731, u. a. m.

Burgundiönes (a Geogr.), die Bur-gunder vor ihrer Wanderung und zur Zeitderselben, s. Burgund.

8 n r^ n n ckion,i na rornäna Ivx(?»xiani resxonra, RechtSw.), ein «US 47

BurgundinS

Titeln bestehender, unter öffentlicher Auto-ritär in der Zeit von 517 bis 531 n. Chr,veranstalteter Auszug aus den römischen (s.Lreviarinrn) RechtSquellen, mit Berücksich-tigung des burgundischen Gewohnheitsrecht-,zum Gebrauch für Römer und Burgunder.Der Titel Vapiani rosponra schreibt sichvon einem Jrrthum de« ersten Herausge-bers, CujaciuS, her. (H7,--/-.)

Burgündischer Kreis (Geogr.),einer der 1» ehemaligen Kreise Teutschlands,errichtet 1512 von Maximilian I., näherbestimmt von Karl V. 1548; umfaßte zu-erst die Frciqrafschaft Burgund und dienachherigen 17 vereinigten Provinzen derNiederlande, ward durch die Errichtungder Republik der vereinigten Staaten, wiedurch Kriege mit den Franzosen geschmälert,und bestand endlich nur noch aus den öst-reichlichen Niederlanden. Er mußte zu denReichsanlagen so viel wie 2, und zu demTürkenkriege so viel wie 3 Kurfürsten er-legen. Im Frieden von Lüneville 1801ward der Rest des Kreises an Frankreichabgetreten, doch demselben 1813 wieder ab-genommen u. zu dem Königreiche der Nie-derlande geschlagen. (//(.)

Burgundifcher Kreuz-orden,Ritterorden, von Kaiser Karl V. zur Er-innerung an die Einnahme von Tunis 1535gestiftet, ging aber bald wieder ein.DaS Ordenszeichen, ein Kreuz, wie e« imburgundischen Wappen ist, am untern Lheilmit Strahlen, worin das Wort Barbariastand, ward an einer goldenen Kette ge.tragen.

BurgundischeS Gesetz (lex 8nr-xiliitlioiinm), die Rechtsbestimmungen derÄurguneer, welche Gundcbald im 2. Jahreseiner Regierung theilS sammelte, theilSverbesserte (daher auch lex 6u.n<1odaI>I»genannt), und sein Sohn Sigismund ver-mehrte. (77V,.)

BurgundischeS Heu (nasckiciKokalosta), s. unter Medicago.

BurgundischeSKreuz, ein Andreas-kreuz, weil der Apostel Andrea« derSchutzheilige von Burgund war.

BurgundischeS Pech (Waarenk),da« fette, reine, von Unrath gesäuberte,vom Lerchenbaum gewonnene Pech, welchesin Fässern oder auch in Kirben von Lin-denrinde verpackt zum Handel kommt;dichtes, weiches, gelbbraunes Harz, daswie Terpentin riecht und schmeckt. DerSatz oder Unrath davon ist unter dem Na-men Butterschwarz (rwlr äs kuines)bekannt.

Bu rgsindius (Bourgoignes Burgogne,Burgund, Nikolas), geb. 1586 zu Enghienin Hennegau; berühmter Rechtsgelehrter,vom Kaiser Ferdinand zum Lame, xaleri-nus ernannt; seine Schriften: ack oonsus-tuckino» Istanckrias alrarurnHue Aenlium i

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