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Zweiter Teil. Disposition.
bb) die Vergleichung der einzelnen Dinge miteinanderlehrt uns,
«) daß bei aller Mannigfaltigkeit doch stete Einheitherrscht,
/K) daß die Mannigfaltigkeit unendlich ist,aa) in den Formen,
/F/K) in den Farben,
77) in der Lebenskraft.
L. In seinem materiellen Gehalte, denn:
a) er bietet dem Geiste an sich einen reichen Stoff,
b) er treibt ihn zu Erfindungen, —
u. s. w.
140. Wie gestaltet sich dieser Abschnitt aus einer Dispositionin der Form eines zusammenhängenden Entwurfs? fS. Fr. 138.)
Wir führten absichtlich den gegebenen Abschnitt aus einerDisposition ziemlich weit hinab, damit zu demselben dasVerhältnis des zusammenhängenden Entwurfs klarer hervor-trete. Derselbe könnte etwa lauten:
„Der Genuß der Natur kräftigt den Menschen an Seele undKörper, denn er kräftigt die Seele zuvörderst in der Entwickelungihrer formellen Anlagen, indem er sowohl das Auffassungsvermögenschärft und stärkt, als auch sittliche Entschlüsse in uns Hervorrustund bewahrt, als auch den Schönheitssinn in uns weckt und belebt.Der Genuß der Natur schärft und stärkt unser Auffassungsvermögen,indem er uns lehrt, die Dinge sowohl an sich in ihrer Einheit undin ihrer Vielheit zu betrachten, als auch der Kraft, der Macht, wieder Weisheit nachzuspüren, durch welche die Dinge ins Dasein ge-rufen wurden. Der Genuß der Natur ruft ferner sittliche Entschlüssein uns hervor, denn er treibt uns dazu an, was die Natur unsgiebt, zum Nutzen anderer wie zum eignen Stutzen, durch Arbeit zuveredeln; er lehrt uns, weder in unsrer Arbeit, noch in unsrem Ge-nüsse irgend etwas, und wäre es das Kleinste, gering zu achten;und er bewahrt in uns die gefaßten sittlichen Entschlüsse, denn erbefreit uns von erschlaffenden Sorgen, da wir überall sehen, wiejedem gegeben wird, was ihm notthut, dem Ganzen wie dem ein-zelnen, und da wir stets die Erfahrung machen, daß die Natur,wenn sie Wunden schlägt, auch Kraft zum Heilen hat, fürs Ganze,wie fürs einzelne. Der Genuß der Natur kräftigt endlich unfernGeist in seinem Schönheitssinne, denn er giebt uns die reinstenMuster der Schönheit, sowohl in der Betrachtung der einzelnenDinge an sich, denn jedes ist an sich vollkommen, und überall ver-bindet sich mit dem Schönen das Notwendige und Nützliche, als