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Katechismus der Gedächtniskunst oder Mnemotechnik
Entstehung
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Vierter Abschnitt.

Hierauf laßt man in unserer Abwesenheit jede von den3 Personen beliebig einen dieser 3 Gegenstände bei sich ver-bergen, mit der Bedingung jedoch, daß, wer den 1. Gegen-stand hier also den Ring zu sich nimmt, von den nochdaliegenden 18 Marken (Hölzchen) so viele zu sich nimmt,als sie anfangs von uns erhalten; wer den 2. Gegenstand(hier z. B. den Schlüssel) zu sich nimmt, von den nochdaliegenden Marken deren noch zweimal so viele zu sichnehmen und verbergen muß, als man ihr anfangs gegeben;wer aber den 3 Gegenstand (hier z. B. die Uhr) nimmt,muß von den noch daliegenden Marken deren noch viermal soviele an sich nehmen, als man ihr anfangs gegeben. Umhier jede Verwirrung zu vermeiden, welche jedesmal zuIrrtum führt, darf nur eine Person nach der andern einenGegenstand und die entsprechenden Marken an sich nehmenund verbergen. Nachdem dies von allen 3 Personen geschehen,und man wieder herzugerufen worden ist, erkennt man sogleichan den noch übrigen daliegenden Marken, welches von denobigen sieben Wörtern der zu benutzende Schlüssel ist.

Blieb nämlich nur 1 Marke übrig, so dient das erste WortOdin"; blieben 2 Marken übrig, das zweite Wörtchenund";blieben 3 Marken übrig, das dritte WortAdam"; blieben5 Marken übrig, das fünfte WortNamen" (4 Markendürfen und können nie übrig bleiben); blieben 6 Markenübrig, so dient das sechste Wortmythischer", und blieben7 Marken übrig, das siebente WortMenschen" als Schlüssel,der nun nach Geltung seiner beiden ersten Konsonanten wiefolgt benutzt wird.

Gesetzt, habe den Schlüssel an sich genommen, so mußer von den noch daliegenden 18 Marken deren 2.1, also 2,wegnehmen, weil der Schlüssel der 2. Gegenstand ist, und^ 1 Marke von uns erhalten hat.

Nähme II hierauf den 3. Gegenstand (hier die Uhr) zusich, so muß L von den noch daliegenden 16 Marken deren4.2, also 8 Marken hinwegnehmen, weil U anfangs2 Marken von uns erhalten hat.