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Katechismus der Gedächtniskunst oder Mnemotechnik
Entstehung
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Zweiter Abschnitt.

Sollen wir nun eine Reihe gegebener, ganz beliebigerWörter, z. B. die nachstehenden 15 Wörter

1. Bier 6. Fenster 11. Sense

2. Feder 7. Soldat 12. Hut

3. Bank 8. Straße 13. Dieb

4. Papier 9. Wasser 14. Dynamit

5. Haus 10. Pflaster 15. Holz

so merken, daß wir in der Lage sind, ohne längeres Besinnensofort das elfte oder dreizehnte Wort re. zu nennen, so ver-binden wir dieselben der Reihe nach mit unseren Stereotyp-wörtern, die uns allerdings sehr geläufig sein müssen, stellenalso Gedankenbrücken her zwischen

Adler BierAnker FederAmeise BankArm PapierAst HausApfel FensterAffe Soldat

8. Ahorn Straße

9. Acker Wasser

10. Tulpe Pflaster

11. Tod Sense

12. Ton Hut

13. Tempel Dieb

14. Treppe Dynamit

15. Tisch Holz.

Werden wir nun gefragt, wie beispielsweise das dreizehnteWort der gegebenen Reihe heißt, so sagen wir: UnserStereotypwort für 13 ist Tempel, mit demTempel"aber baden wir durch eine Gedächtnisbrücke das WortDieb" verbunden, folglich heißt das 13. Wort Dieb.

40. Wie verfährt man, um sich eine beliebige Anzahl , vonBegriffen, die durch mehrere Wörter ausgcdriickt sind, z. B. Über-schriften von Kapiteln eines Buches, von Abschnitten einesGesetzes re., in der vorhandenen Reihenfolge leicht und bleibendzu merken?

Man wählt zuerst für jede dieser Überschriften eincharakteristisches Stichwort, führt also das zu Merkendewieder auf eine Reihe einzelner zusammenhangloser Wörterzurück und verbindet dann alle die Stichwörter auf diebereits früher angegebene Weise mit einander. Alsdann wird