Theorie der Gedächtniskunst.
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Daß die Merksätze auch bisweilen einige kurze zur Satz-bildung mit herangezogene Wörter ohne mnemotechnischeBedeutung enthalten, hat nichts zu sagen; dergleichen Aus-nahmen bereiten dem Mnemotechniker, wie die Erfahrunglehrt, keine nennenswerte Schwierigkeit.
39. Welches Verfahrens muß man sich bedienen, wenn man sicheine Reihe gegebener Wörter so merken will, daß man im ständeist, dieselben nicht nur der Reihe nach vorwärts und rückwärts zuwiederholen, sondern auch ohne weiteres anzngcben, wie das einebestimmte Stelle einnehmende, z. B. das achte oder dreizehnte Wortder gegebenen Wörterreihe heißt?
Für solche Fälle müssen wir jeder Zahl von 1 an — wennman nicht Mnemotechniker von Beruf ist, so kann man sichauf die Zahlen von 1 bis 30 beschränken — ein bestimmtesBild, einen bestimmten Begriff anhängen, also uns für jededer Zahlen ein ein für alle Mal feststehendes, zu der betreffendenZahl gehöriges, von derselben gewissermaßen nicht trennbaresWort merken und uns dieses „Stereotypwort" fest einprägen.Als Stereotypwörter für die Zahlen 1 bis 30 wollenwir folgende verwenden:
1. Adler
11. Tod
21. Nudel
2. Anker
12. Ton
22. Nonne
3. Ameise
13. Tempel
23. Nummer
4. Arm
14. Treppe
24. Narr
5. Ast
15. Tisch
25. Nase
6. Apfel
16. Taube
26. Nebel
7. Affe
17. Taufe
27. Neffe
8. Ahorn
18. Theater
28. Nihilist
9. Acker
19. Teig
29. Nagel
10. Tulpe
20. Nelke
30. Maler.
Das Merken dieser Stereotypwörter bietet nicht diegeringsten Schwierigkeiten, da dieselben nach ganz bestimmtenGrundsätzen (zu vergleichen Teil II dieses Abschnittes, ins-besondere Frage 57) gebildet sind.