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Katechismus der Gedächtniskunst oder Mnemotechnik
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Von der GcdiichtniSkunst überhaupt.

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Lambert Schenkel und sein ' Schüler Sommer.Schenkel erregte durch sein angebliches Kunstgedächtnis sogroßes Aufsehen, daß er z. B. in Antwerpen geradezu alsZauberer und Teufelsbanner (?) verschrieen war.

Aus dem laufenden Jahrhundert aber verdienen außerdem als Mnemotechniker einzig dastehenden, und durch seinhier aufgenommenes mnemotechnisches System unsterblichgewordenen Philologen Carl Otto gen. Reventlow, ausDänemark, noch folgende genannt zu werden.

Der Landpfarrer Kästner, von welchem ein MerkchenGedächtniskunst der Alten" herrührt.

Aimö de Paris. Derselbe lehrte in Paris und anderenStädten seine besonders für das Erlernen von Zahlgegenständenaufgestellte Methode, und zeigte die Anwendbarkeit derselben(so noch z. B. 1840 in Brüssel) in öffentlichen Proben, inwelchen er unter anderm eine große Anzahl von Karten unterseine Zuhörer verteilte und, was darauf niedergeschriebenwurde, nach ein- oder zweimaligem Durchlesen in jederOrdnung rezitierte.

Die Gebrüder A. und I. F. de Castilho. Eine Lissa-boner Zeitung schreibt vom 6. Juni 1836:

Heute fand die in diesem Blatte bereits erwähnte mnemo-technische Sitzung statt, zu welcher sich auch Ihre Majestäten,der Hof, alle Staatsminister, die Mitglieder des diplomatischenCorps re. eingefunden hatten. Mehr als tausend Personenwaren anwesend. Herr A. de Castilho eröffnete die Sitzungmit einer eben so wohl gefaßten als gesprochenen Rede überseine Kunst und ihre Vorteile, nach deren Schluß er dieeingeladenen Herren und Damen ersuchte, ihn (aus Tafeln,die er unter sie verteilte) zu examinieren; mehr als acht-hundert Fragen, und darunter mehrere sehr schwierige,wurden an ihn gerichtet, von welchen er keine einzige unrichtigbeantwortete rc.

Der mnemotechnische Kursus des Herrn de Castilho hatseit einigen Tagen begonnen und ist von etwa hundert Zu-hörern besucht, die sämtlich dem Lehrer sowohl wie seiner