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NM Schutzengel zuführken. Durch sie und ihre liebevolle Behandlungkam er wieder zu seiner vorigen Heiterkeit zurück; er vollendete nunauch sein Werk: über dieTinsamkeit und erwarb sich dadurchFreunde und Verehrer in allen Ständen. Die Ruffische Kaiserin,Sacharins H., machte ihm ansehnliche Geschenke, und da er ihreEinladung, nach Petersburg zu kommen, so wie die ihm nachher an-geborene Stelle eines Leibarztes mit 10,000 Rubel Gehalt, wegen sei,ner schwachen Gesundheit nicht annehmen konnte, so erhielt er denAuftrag, ihr junge Aerzte oder Wundärzte zu schicken und bekam da-für den Orden des heiligen Wladimir. Auch Friedrichder Große, mit dem er schon bei jenem Aufenthalte in Berlin einelange Unterredung gehabt hatte, berief Zimmermann im Jahr 1736nach Potsdam, um ihn wegen seines Gesundheits-Zustandes zu Ra-che zu ziehen , allein auch seine Kunst war hier verloren und seineUnterredung mit diesem Einzigen Monarchen, sowie die Fragmente,welche er nacher drucken ließ, erregten zwar großes Aufsehen, zogenihm aber eine Menge Streitigkeiten zu, welchen er allerdings, war ernicht hier als Politiker aufgetreten, ganz entgangen wäre. Er,dessen Blicke durch Hypochondrie -ganz getrübt und fehl geleitet waren,fing an, verdienstvolle rechtschaffene Gelehrte und geschätzte Männeraufs unverantwortlichste zu befeinden und zu beschuldigen, sein Torrward unanständig und grob; seine Fragmente über Friedrichden Großen, welche zugleich unschickliche, ja ganz unwahre underdichtete Dinge von diesem einzigen Monarchen enthielten, brachtenjeden Leser wider den Verfasser auf. Die Nothwehr, die nun jedemvon ihm Gemißhandelten zustand, und der Widerspruch den Zimmer-mann durchgängig jetzt erfuhr, vermehrten seine Galle und nun —ließ er sich sogar mit dem Aloysius Hofman zu der famösenAufklärer-, Jlluminaten-und Jakobiner-Jagd ein. Er erfuhr inseinen Jnvectiven fort; seine Melancholie stieg höher und höher: ermußte alle Geschäfte aufgeben; sein Verstand litt immer mehrMe-dikamente ließ er nicht mehr zu und so starb er (1795) m einem höchstbeklagenswürdigen Zustande und unter der höchsten Angst iu seinem67. Jahre. Wer hatte wohl eine glänzendere Aussicht, als er, daseine schöne Laufbahn begann? und so traurig, so ganz verlassen vonseinen ältesten Freunden, die er so heftig angegriffen hatte, so ganzhingegeben dem schwarzen Genius seiner furchtbaren Hypochondrie,mußte er diese Laufbahn endenAls Arzt, als Philosoph, als scharf-sinniger Beobachter hatte er sich so fest in der Achtung des Publikumsgesetzt; aber seitdem er, von einem sonderbaren Dünkel verleitet, sichseiner unglücklichen Neigung zur Politik überließ und zu ungerechtenhämischen Beschuldigungen gegen die verdienstvollsten Männer hinge-rissen wurde, zog er das allgemeine Mißfallen auf sich, trübte sichselbst den letzten Theil seines Lebens und vernichtete so die Ansprüche,die die Welt aus die hohe Nützlichkeit eines Gelehrten hatte, der ge-wiß als einer der Ersten von der Bühne abtreten konnte. Seine vor-züglichsten Werke : über die Einsamkeit (Anfangs als, ein-zelne Abhandlung, Zürich 1756, dann als größeres Werk, besondersConv. Lex. Sechster Band G g