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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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4 Z« Leb Len

kriegen in Brand gesteckt wurde, und deren Einwohner größte» Theilssich selbst tbdleten. Als Menschcn-Nahmen führte ihn sowohl derletzte König von Theben, als auch ein sehr alter Griechischer lyrischerDichter, nicht minder ein Geschichtschreiber. Endlich hieß L a n-1 Hus auch das nebst Balius vom Neptun dem Peleus zum Hoch-zeikgeschenk gegebene Pferd; welche beide Thiere dem Achill zum Wa-gengespann vor Troja dienten, .und welche beide zuvor Giganten ge-wesen sein sollten.

Lebekes. Schebeke.

Lenirn waren bei den Alten, und vorzüglich beiden Griechen,diejenigen Geschenke, welche ein Gastfreund dem andern zum Andenkenhinterließ , oder mitgab. Sie waren oft sehr kostbar, und wurden sehrheilig gehalten. Der Römische Satyren-Dichter, Martial, nannteviele seiner kleinen satyrischen Sinngedichte Lenien, weil er sie sei-nen Freunden weihte und zuschickte: diese Gedichte geißeln vorzüglichbekannte und schlechte Menschen und die Thorhelten seiner Zeit. Inunsern Tage» erschienen im Schill erschen Musenalmanach auf1797 unter dem Nahmen Lenien eine große Anzahl satyrischer Disti-chen, die vorzüglich literarische Pedanten und gelehrte Thorheiten, sowie überhaupt die ganze breite geistlose Tendenz jener Zeit mit unüber-trefflicher Leichtigkeit und Schärfe geißeln. Sie haben eine MengeGegenschriften u»b andere Anfälle erzeugt, ohne daß man ihre Kraftund Schärfe erreicht, geschweige denn übertroffen hätte. Von de» ge-gen und für diese Lenien erschienenen Schriften sind die wichtigsten:Dornenst licke, Mannheim, 97. Ueber die Leniophoren (d. h.die Verfasser der Leuten) 97. Das wichtigste und beste Buch darüber,so wie überhaupt der Schlüssel dazu sind die literarischen Spieß-ruthen, oder die hochadelicheu und berüchtigten Xenien mit erklären-den Anmerkungen sei inoclum -Mnelli.

Lenins (a. d. Griech. so viel, als Gastfrei, Pfleger derFremdlinge im Lat. bospitslis) war ein Beinahme, der vor-züglich dem Jupiter beigelcgt wurde. Unter seinem Schutze standenauch alle Fremden, welche irgendwo einkehrten , und deren Rechte ganzvorzüglich von ihm geschützt und , im Fall man sie verletzte, sehr hartgeahndet wurden.

Lenocrates, zu Calcedon, ungefähr Z96 Jahr vor Christusgeboren, ein berühmter Philosoph des Alterthums und Schüler desPlato, dessen Liebe und Freundschaft er ganz vorzüglich genoß. Zwarfaßte er schwer; allein durch Fleiß und durch seinen moralischen Cha-rakter ersetzte er, was ihm an Genie abging. Wie viel Werth derletztere bei Gerichte halte, sieht man daraus, daß, als er einst einZeugniß ablegen sollte, die Richter keinen Eid von ihm, wie beiandern Zeugen, verlangten, sondern bloß sein Wort für hinlänglichhielten. Geschenke konnten ihn nie blenden; und als Alexanderder Große ihm einst go Talente (f. dies. Art.) zum Geschenkesendete, nahm er nach vielem Zureden der Gesandte« nur Z« Minen(nach unserm Gelde noch nicht 4 Thaler) an, zum Beweise, wie wcrthihm dessen Geschenke wären. So enthaltsam zeigte er sich in jeder Hin-sicht; und seine Uneigennützigkeit stürzte ihn in solche Armuth» daß er