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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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402
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4«2 Wil

Arußerung Eduards gründete, brachte daher eine starke Ärmer zu-sammen; und da der damahlige König von Frankreich, Philipp l.(f- r i 08 ), noch unter der Vormundschaft Balduins des Frommen,Grasens von Flandern, stand, dessen Tochter, Mathilde, Wilhelmzur Gemahlin hakte, so wurden ihm von Seiten Frankreichs bei die-ser Unternehmung nicht allein keine Hindernisse in den Weg gelegt,sondern er sogar von seinem Schwiegervater noch mit Truppen unter-stützt. Wilhelm landete nun gegen Ende des Jahres 1066 mit fein rFlotte in England, verbrannte sogleich einen Theil derselben, und schickteden andern nach der Normandie zurück , um aus diese Art sich und denSeinlgen jeden Weg zur Rückkehr abzuschneiden, und diese dadurch zuchesto größerer Tapferkeit anzufeuern. Harald rückte ihm sogleich miteiner Armee entgegen, und es kam bei Hastings (einer kleinen Stadtin der Grafschaft Sussex) zur Schlacht, die lange u,entschieden blieb,bis endlich Haralds und seiner Brüder Tod für Wilhelm entschied,der sogleich auf dem Schlachtfclde als König von England aus-gerufen, und gleich darauf in einer Versammlung der Große» noch»mahls als solcher anerkannt wurde. Er nahm nun den Beinahmender Eroberer an. Von diesem Zeitpunct, da W i l h e l m denEnglischen Thron bestieg, schreibt sich der Haß zwischen Fran-zosen und Engländern her. Denn die Herzoge der Normandiewollten nun nicht mehr die Oberherrschaft der Könige von Frankreichanerkennen» und es entstanden zwischen beiden häufige Kriege. B -sonders war es aber den Königen von England sehr empfindlich, Frank,reichs Vasallen zu seyn, was sie doch, als Herzoge der Normandie,sein mußten. — Wilhelm (der einen neuen Regentenstamm auf deinEnglischen Thron begründete) führte in England das Lehnssystem ein,»nd herrschte bis an seinen Tod (>037) mit Willkühr und Strenge.Dieß war auch diellrsachc, warum Sein Sohn, Hei n rich 1 . (ch 1135),der Englischen Nation einen wichtigen Freiheilsbrief crtheilen mußre,der nachher zur Magna cliarta (s. dies. An.) Veranlassung gab.

Wilhelmsbad, ein überaus reizend angelegtes Bad in einemWalde, in der Grafschaft Hanau, nicht weit von dem LustschlossePhilippsruh.

Wilhclmsstein, eine gräflich Schaucnburgsche Festung aufeiner im steinhuder See angelegten Insel.

Williamsbur)», (Engl. Willjamsburi) eine Stadt in V i r»ginien mit 230 Hausern.

Willkommen heißt eine gewisse Anzahl Schläge, womit einankommenver Verbrecher im Zuchthause empfangen wird. — Desgl.eingroßer Becher oder Krug bei Handwerksfeierlichkeiten.

Die W i llkommSharfe ist ein Instrument» das, sobald je»mand die Thüre im Zimmer öfnet und hereintritt, zu spielen anfängtund eine Zrit lang fortfährt, so daß sie gleichsam den Eintretendenbewillkomnit. Der Resonanzboden bei einem solchen Instrumente istdie Thüre selbst, an deren inwendiger Fläche Drathsaiten in die Lueereaufgespannt »nd «n hohe, mittlere und tiefe Accorde gestimmt find,lieber denselben hängen von obenhcrab, an seidenen Fäden angcknüpfk,