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viel Einwohner, als manche Peovinzialstadt besitzt, und alle zummenschlichen Leben nöthige Gewerbe in seinem Umfange hat; dann dasEkahremkeraische Freihaus, das von Trattnerische Haus, und vieleandere Gebäude, wovon manche so viel als eine Grafschaft werth sind.
Die Anzahl Per Einwohner wird gewöhnlich auf zoo,ooo ange-geben, diese Zahl scheint aber übertrieben zu feyn. Allein durch denAnhang von großen, blühenden und volkreichen Ortschaften, welchesich gegenwärtig an die Vorstädte anschließen» und nur durch den Li-nienwall davon geschieden find, wird das Bolksqewüble in Wien sehr .vermehrt. Zn dirferPopulation zählt man noch 20,000 Hunde, 12,000Pferde, und dazu zooo Herrschaftswägen, Zoo Stadtlehenwägen, 700 >
numerirte Fiaker, Zoo Landkufchen u. f. w., außer dem kaiserlichenHofe mit icinem ansehnlichen Hofstaate, sind hier noch 21 fürstliche !Häuser, welche jährlich von 200,000 bis eine Million Gulden zu ver-zehren haben, ferners 70 gräfliche und über 50 freihe rliche Häuser,die alle sehr begüttert sind, und den hohen Adel ausmachen; vieleneue Freiherrn, und eine Menge Ritter und Edle; über 4000 Beam-te; reiche Kapitalisten und sogenannte Honoratioren, und ein zahlrei-cher und sehr wohlhabender Bürgcrstand. Das Kommerz von Wienist von sehr großer Bedeutung, sowohl was den Handel, als auchdie Erzeugung der Kuustprodukte anbelangt. Man zählt gegenwärtigüber 150 Großhändler und überhaupt mehr als soo Handelsleute,
Die Zahl der eigeuklichen Fabriken und Fabriksnicderiagen Wiensbeläuft sich gegen 1250. Außerdem sind eine große Menge bürgerli-che und unbürgerliche Gcwerbsleute vorhanden, die zum Theil rechtschöne, auch »m Auslande gesuchte Ware» verfertigen.
Von Erziehungs 0 und BiidungSanstaltcn sind vorhanden: I Uni- 'versität; eine Normal - und verschiedene Trioialschulen; i medijinisch-chyrurgische Akademie; 1 Vieharzneischule; i Akademie der bildendenKünste; i orientallschc Akademie; i Real - oder Ha,.dlungs - »ndGewerbSschule; 2 adeliche Erziehungsanstalten; r Mädchenschule undverschiedene Prioaterziebungsanstalken. — Zu de» öffentlichen Wohk-thäti„keitsanstalten gehören: Das Armenlnstltut; die neu errichtetenWohlthätigkeitsanstalten; der wohtthätige Verein der adelichcn Frau-en; die Rettungsanstalten vom Scheintods; die Bezirksärzte für dieArmen; 7 Krankenhäuser; i Gebährhaus; 1 Findclhaus; r Narren-thurm; 1 Spital für Thiere; 1 Arbeitshaus; 2 Leihhäuser; r Laub-siummcninstitut; > Blindeninstikut; i Waisenhaus; 1 Versvrgungs-institut für Künstler; verschiedene Wittwenaiistalten u. dgl. — Merk-würdige Sammlungen für Künste und Wissenschaften sind: Die kai- ^
serliche Bibliothek mit Zoo.ooo Bänden, kostbaren Manuscripten und .
seltenen Druckstücken, in einem der prächtigsten Säle ausgestellt; dieaus yo,000 Bänden bestehende Universitätsbibliothek und iZ ansehnli-che Privatbibliothcken; die kaiserliche Mineraliensammlung, welche un-ter allen Mineraliensammlungen in der Welt oben an steht, und gegen20 ansehnliche Privatmineraliensammlungen; i kaiserliches Naturalien-kabinet, und 6 bis 8 Sammlungen von Privatleuten; ^ botanischeGärten; i kaiserliches physikalisches Kabinet und astronomisches Ob-servatorium; i kaiserliches Medaillenkabinet; » kaiserliches Müuika-