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Stadt und Linienthöre; 11 Bastionen; 10 Ravclin-; 50c» Straße»,die Gäßchen nicht mit gerechnet; 8 größere und io kleinere Plötze iader Stadt, und eine große Anzahl in den Vorstädten; ZZ Brücken;«o Kirchen, wozu » Erzbißthum, , Domkapitel, 29 Pfarren, 15 männ-liche und Z weibliche Klöster gehören. Die Stadt hak über izgo Häu»ser, und andere Gebäude ohne die Kirchen; in den Vorstädten zähltman über 4900, also in allem über fiebenthalb tausend Häuser. Da-bei ist zu bemerken, daß diese Hauser, an Höbe, Umfang und Men-ge der Wohnungen, andere Hauptstädte, welche mehr Häuser haben,weit übertreffen.
Das wichtigste Gebäude ist die St. Gtephsaskirche, eine ganz'aus Quadersteinen aufgeführtes, höchst solides, majestätisches Gebäu-de von schöner gothischcr Architektur, und mit vielen Merkwürdigkei-ten versehen. Sie hat 4 Thürme, unter denen der berühmte Stephan-«thurm, ganz aus Quadersteinen in Gestalt einer Pyramide aufgefübrt,und mit künstlich durchbrochener Arbeit geziert ist. Er hat die Höhevon 4^41/2 Wiener Schuh, und ist nach dem Straßburger Münster derhöchste Thurm in der Welt. In ihm hängt die auS Türkischen Kano-nen gegoßene, mit dem Helm und Schwengel gegen 400 Zentner schwe-re Joiephinische Glocke. Die prächtigste, schönste und regelmäßigsteKirche aber ist das unsterbliche Denkmahls Kaiser Karls VI. die Karls-kirche in der Vorstadt Wieden. Von den übrigen Kirchen find nochbesonder- zu bemerken; Die St. Peterskirche, wegen ihrer schönenBauart, nach dem Modell der Peterskirche in Rom; die Universitäts-kirche wegen ihrem merkwürdigen Gewölbe; die Augustinerkirche, we-gen ihren herrlichen Grabmählern; die Kapuzinerkirche, wegen der kai-serlichen Gruft u. a. m. Von den weltlichen öffentlichen Gebäudenfind vorzüglich zu bemerken: Die kaiserliche Burg, ein großes, weit-läufiges, aber unregelmäßiges Gebäude, das inwendig in manchenTheilen herrlich eingerichtet, und mit vielen Merkwürdigkeiten und un-schätzbaren Kunst - und Natur-Sammlungen versehen ist. Da- Pracht-gebäude der vorigen Reichskanzlei; die herrliche Bibliothek; die kai-serliche Reitschule, welche man für die schönste in Europa hält; da-prächtige Münzgebäude; die Prachtgebäude der verschiedenen Hvfstel-len; das auf einer Halle ruhende mit einem herrlichen Saal und vie-len Merkwürdigkeiten versehene UnivcrfltäkSgcbäude und viele andere.In den Vorstädten ist daS prächtigste Gebäude daS Belvedere aufdem Rennwcge, dann die kaiserlichen Stallungen, der Pallast der Un,garische» Noblegarde, das Theresianum, daS Jnvalidenhaus, daS un-geheure ehemahlige Öekonomiegebäude; verschiedene Akademien; da-rin» Stadt ähnliche Krankenhaus, nebst Gcbährhaus und Narren-thurm, die großen Militärkasernen und andere Militärgebäude, da-schöne Schauspielhaus an der Wien, die Porzellänfabrik u. dgl. Vonherrschaftlichen Pallästen sind sehr viele prächtige Gebäude vorhanden,nur Schade, daß manche wegen ihrer Lage in engen Gäßen nicht ge-hörig in die Augen fallen. Die Häuser der Privatleute zeichne» sichdurch ihre Größe, Solidität, und die Art, wie sie zu recht vielenWohnungen benutzt sind, vor den meisten Städten Europens ans.Das wichtigste darunter ist da- sogenannte Bürgersxital, welche- ss