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Da durch Ausübung der Deutschen Neichverfassung nun auchjenes alle ehrwürdige Gericht feine Auflösung erhalten hat, (so hatauch d>e StadtWetzlar dadurch an Wohlstand und Nahrung außer-ordentlich verloren. Viel ist aber bei dieser Gelegenheit über die Ver-sorgung der bei diesem Gericht ungestillt gewesenen Personen geschrie-ben worden deren man flch wie Recht, sehr nachdrücklich angenom-men. Auch hat man sich neulich mit der Hoffnung geschmeichelt, daßbei der neuen Einrichtung der Deutschen Bun.deSstaaten vielleicht hierein Bundes gericht errichtet werden dürfte, um so mehr, da einefruchtbare, angenehme Lage, Wohlfeilheit aller Lebensrnittel und selbstdie schon so gut eingerichteten öffentlichen Gebäude und bequemen Woh-nungen es auf alle Art erleichtern würden. Auch war eS ein bedeu-tender Vorzug, daß hier stets eine Harmonie aller Religionen stattfand; daher denn auch bei dem Aufenthalte so vieler schätzbaren Män-ner eine hohe Bildung entstehen mußte.
Wexiö, eine Schwedische Stadt in der Provinz Oeland, miteinem Gymnasium und einer uralten Dommkirche.
Weyda, eine königl. Sächsische Stadt im Neustädter Kreise,der Aufenthalt fleißiger Wollweber.
Weymuthskiefer , Weymuthsfichte , eine Kiefer mitlangen Nadeln, die als Sinnbild der Trauer an Grabmähler gesetztwird.
Whaabys , oder Anhänger des Abdul Wechab , haben zuAnfänge des gegenwärtigen Jahrhunderts durch ihre Einfälle in daSsüdwestliche Asien ein zu großes Aufsehen verursacht, als daß sie nichtauch hier eine kurze Erwähnung verdienten. In der Mitte des letztenJahrhunderts machten sie einen kleinen Haufen nomadischer Familienaus, die durch Verwandtschaft, gleichförmige Sitten und Gebräucheverbunden waren, und sich von den übrigen Beduinen, oder herum-ziehenden Arabischen Völkerstämmen (s. den Art. Beduinen), auchselbst in Rücksicht der Religion absonderten. Nach und nach verban-den sie flch mit mehreren Arabischen Stämmen, machten sich bald dieganze Provinz, wo sie zuerst ausgekcmmen waren, unterwürfig, understreckten sich zule-ck von Mecca an bis an die Ufer des PersischenMeerbusens. Sie hatten nun hierbei vorzüglich einen durch Einsich-ten und Kenntnis des Korans sich besonders ausgezeichneten Lehrer,Abdol Wahab (Abdul Wechab) an ihrer Spitze (daher rührt auchihr Nähme Whaad y , und machten sich durch diesen dem TürkischenReiche in Asien höchst furchtbar. Besonders verbreiteten sie durch dieEinnahmeder reichen und heil. Stadt Jman Hussein im Jahr»802, und besonders durch die Grausamkeit, mit welcher cs geschah,allgemeines Schrecken. Dieser Ort, an einem Arm des Euphrat ge-legen, und von dem Sohne Ali's, Jman Hussein, welcher 630 indieser Gegend getödtet wurde» also benannt» enthielt ungeheure Schätzevon Gold und Edelsteinen, weil die jedesmahligen Beherrscher Persiens daSGrabmahl Husseins so reichlich beschenkten, ja, auch in der Folge eingroßer Theil der vom D a d i r Schach aus Indien mitgebrachten Beutehieher kam. Grund genug die Habsucht der Whaabys zu reißen, ob?gleich selbst ein Tamerlan diesen Ort seiner Heiligkeit wegen verschont