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2 (1812) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 2 / [E - K]
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305
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Haf Hag ZoF

Rubel Gehalt angestellt wurde, indessen seine Gattin — auch ei-ne brave Künstlerin, besonders i» Hinsicht auf G sang — das vonihm gestiftete Concerl mit uuermüdeten Eifer forksetzke, bis sie 1796ihrem Gatten, der sich nunmehr nach Moskau gewendet hat, dahinnachfolgtc. Die Fertigkeit, mit welcher Hä ß l e r alle Stücke vom! Blakte spielte, die Präciston und der Ausdruck, durch welche er, be-sonders auch im Fautastren, auf der Orgel und dem Clavier in Er-staunen setzte, erwarben ihm den Ruf eines der größten Virtuosen aufschien, Instrumente, so wie seine Cvmpositioucn, besonders fürs Cla-vier, ihn ebenfalls schätzbar machen.

Das frische Haff: fo wird der 12 Meilen lange, 5 Meilen brei-te Busen der Ostsee an der Preußischen Küste genannt. Derjenige lan-ge uud schmale Strich Landes, welcher es von dem offenen Meeretrennt, beißt die frisch e Nehrung.

Das kurische Haff, auch in Preußen, weiter gegen Norden,steht bei Memel durch eine schmale Meerenge mit der Ostfee in Ver-bindung, und hat gegen »L Meilen in der Länge, gegen 7 in derBreite.

Hafne, bei den Türken, die Privatcasse des Kaisers; auchder gesammte Schatz desselben mit allen Kostbarkeiten; desgl. eineSumme von loouo Beuteln.

Hag, ein Zaun, eine Verzäunung. Desgl. eine Mit einemHage cingcschloßner Ort. Auch: ein Busch oder Strauch.

Hagedorn, ein wilder mit Stacheln versehener Strauch , dergern in Hagen oder Hecken wächst, auch Mebloorn, Weißdorn ge-nannt; z. B. in Bürgers Lenore: Laß sausen durch den Hagedorn rc.

> Friedrich von Hagedorn wurde 1708 zu Hamburg geboren.wo sein Vater als Dänischer Minister bei de-, Ni.oersächstschcn Krei-se angest.llt war, er studirtc ü> Jena die Rechtswissenschaft, uudwurde, nachdem er sich einige Jahre in London aafgehalteu hatte,> 78 Z Sccrctair bei der Gesellschaft der Englischen Kaufleute in Ham-burg. Er hatte von Jugend an viel Vorliebe für die Werke derDichtkunst, und machte schon 1729 eigne Versuche darin bekannt.Mein seine später« Arbeiten ließen diese Erstlinge seiner Muse weithinter sich zurück, und verschafften ihm eine der erste» St llen unterden klassischen Dichtern Deutschlands. Er ward derSchöpfer der muntern gesellschaftlichen Lieder; und seine Samm-lung von Fabeln verdient den besten Werken der Ausländer in die-ser Gattung an die Seite gesetzt zu werden. Hätte Hagedorndie bessern Zeiten der Deutschen Literatur erlebt, so würde er un-streitig noch vorzüglichere Werke g-li.fcrk haben; allein der Todübereilte ihn schon 1754. Seine Arbeiten übersah er mit d r größ-ten Sorgfalt, und war unermüdet, ihnen mit neuen Verbesserungenju Hülfe zu kommen, und sie immer vollkommner zu machen.

Christian Ludwig von Hagedorn, des Vorigen Bruder,§eb. zu Hamburg »717 , starb als Direktor der Kunstakademie zuDresden »780. Er hatte tiefe Kenntnisse in dem Gebiete der Künste,und war selbst praktischer Künstler. Den meisten Ruhm erwarb ersich durch seine B et rachtu n g e n über die Mahlcrei, dieConv.Lex. Zweiter Band. U