Z 04 Hcka Häß
be» , besonders in Rücksicht der Chöre, unnachahmlich. Als Orgel« lspieler endlich war er einer der berühmteste», so daß man ihn denberühmten I o h. Sebastian Sach hat an die Seite setzen wol-len. An körperlicher Kraft hierzu hat es ihn wenigstens bei seinerungewöhnlichen Stärke nicht gefehlt, und Stunden lang konnte cr mit bei»größten Nachdruck auf der Orgel spielen, ohne zu ermüden. Er star-ben rZ. April 1759.
Hängematte, s. Hangmatte.
HänSchen im Keller; diese Gesundheit, welche man schwän-gern Frauen zuzutrinken pflegt, bezieht sich auf ein künstlich gearbei-cteS Trinkgeschirr, aus dessen Mitte, wenn eS mit Wein gefüllt wird,ein in einem ausgehöhlten Behältniß verborgen gelegenes silbernesKindchen emporsteigt.
ljaeres, beres, der Erbe, baerer ab intestato,v e c e 8 8 a r I u 5, 1 e Z i t i m u s, der L ibeSerbe, d. i. derjenige,der des Verwandtschaftsgrades wegen erben muß, wenn auch derVerstorbene kein Testament hinterlaffen hat. Haares ex a,re,uoiverrslis, der alleinige Erbe, Universal«oder Gesammterbe.Härrdität, die Erbschaft, das Erbrecht.
Häresie, (Lat. Griech.) die Ketzerei; die für irrig gehalteneAbweichung von der herrschenden Lehre. Häresiarch, einKeher-Haupt, der Urheber einer Ketzerei, ein Erzketzer. ttaereticur,ein Ketzer, vermeintlicher Irrlehren
Häsitiren, (Lat.) stocken, innehalten,. z. B. in der Rede.Desgleichen anstche« oder Anstand nehmen , etwas zu sagen oder zuthun.
Johann Wilhelm Häßler, ged. zu Erfurt » 747 , vorher Mu- 'stkdirektor und Organist an der Barfüßer-Kirche zu Erfurt, nachherzu Moskau, ist ohne Zweifel einer unsrer größten Clavier-und Orgel-spieler. Sein Vater hatte ihn zum Plüschmützen-Macher bestimmt,und trotz der außerordentlichen Neigung zur Musik, welche dick Ge-nie brin allen Gelegenheiten zeigte, ließ er ihn dennoch im vierzehnte«Jahre zum Gesellen in seiner Mützcnfabrik lossprechcn. Zu gleicherZeit wurde er aber auch, nachdem er seit seinin neunten Jahre venUnterricht eines Seb. Bachischcn Schülers, des Organisten Kittel;genossen hatte, zum Organisten an d;r Barfüßer-Kirche erwählt,nnd jetzt trat er, mit dem Organisten - Paß und dem Empfehlungs-schreiben seiner Kirchen-Inspektion in der einen, mit der gedruckte«Kundschaft in der andern Hand, seine Wanderjayrc an. Allein lmProgresse», die ^ mehr zu Ehren des erster» als des letzter» machte,bewogen feinet» Baker, ihn zurück zu rufen, worauf Häßler den«auch bald nach des Vaters Tode die Fabrik mit seiner Mutter gemein-schaftlich übernahm. Er trat 177» seine Reisen — mehr als Tonkünst-ler denn als Kaufmann — an, genoß besonders in Leipzig und HEbürg zu seiner großen Vervollkommnung den Umgang von HiUekund Bach, und stiftete endlich 1780 zu Erfurt das noch bestebendrMinterconcert. Nach mehrern Jahren gab er endlich seine Fabrikauf, um ganz der Musik zu leben, ging darauf nach Petersburg, weer »793 vom damahligen Großfürsten, als Ciaoicembalist mit taiM