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1796 dem blinden Virtuosen ein ihm ganz fremdes Alphabet und Ziftfcrzeichen, so daß derselbe die tastbarsten Lettern lesen, sie componiren^ja auch von andern gefei te Zahlen angeben, und selbst Reckenexempesmachen konnte. Eine höchst interessante, wenn auch vielleicht zu weit-schweifige Lebensbeschreibung dieses merkwürdigen Künstlers ist in 2Landen, Zürich, 1807 und 8 herausgekommen : Dül 0 ns des b l en-den Flötenspielers Leben und Meinungen, von ihmselbst bearbeite«, herausgegeben von C.M. Wieland.
Duisburg, Duysburg, eine befestigte Stadt im Herzog-tum Eleve unweit deS Rheins mit z6c>o Einwohnern, welche sich vonihren Tuchmanufakturen und der Versendung vieler Fabrikwaren ausden benachbarten Landern nach Holland nähren. Durch den Lüne-viller Frieden kam sie an Frankreich.
Dukw orth (Sir John) Englischer Admiral, zeichnete sich,606im Februar bei St. Domingo aus, wo er in Verbindung mit Cochraneden Französischen Vizeadmiral Lasseigues schlug, und ihm drei Schiffenahm. Im Februar ,307 erhielt er von Colingwood den Auftrag, dieTürkische Flotte bei Konstantinopel zu nehmen: es glückte ihm abernicht ganz, er forcirte bloß die Dardanellen, nahm einige Schiffe undkehrte dann wieder zurück,
Dumouriez. Dieser merkwürdige Mann, der ehedem die Au-gen von halb Europa durch seine glanzenden Thaten blendete, war17Z9 zu Cambrqy geboren, machte frühzeitig einige Feldzüge mit,nnd erhielt von dem Französischen Hofe verschiedene geheime Aufträge,wodurch er veranlaßt wurde, mehrere Länder EuropenS zu bereisen, undGelegenheit bekam , sich mannigfache Kenntnisse zu erwerben. Bei demAusbruche der Revolution befand er sich als Commendant in Cher-bourg: und ha'te daselbst keine Gelegenheit, eine bedeutende Rollezu übernehmen. Seine unruhige Tdätigkeit, und neugierige Wis-be-gierde erlaubten ihm aber nicht lange, seine Tage in einförmiger Ruhehinzubringcn. Er begab sich daher schon im Jahr »790 nach Paris,um den geheimsten Triebfedern der Revolution an der Quelle uachzu-spüren, und in die Charaktere der vorzüglich handelnden Personen tie-fer einzudringen. Durch die damahligen Minister La porte undMontmorin, mit denen er in Verbindung stand, erhielt er nä-hern Zutritt bei Hofe, mußte im Jahr ,79, mit einer Division Soldatendie Ruhe in einigen aufrührerischen Departements wieder Herstellen, undwurde, als ein Mann von ungemeiner Popularität, im Jahre ,79s(den «A. März) an Delessarts Stelle zum Ministerder auswärti-gen Angelegenheiten vom König erwählt. Die Nationalversammlunghieß ihm das Schlachtschwert wieder ergreifen » und stellte ihn bei derNordarmee an. Da aber Lafayette, nach der großen Katastrophedes ,o. Augusts, die Armee der Franken verlassen hatte, und die Hee-re der Alliirten mit starken Schritten in Frankreich vordrangen ; wur-de er zum Oberbefehlshaber der Centralarmee erwählt. Seine damah-ligen Thaten bleibep, bei der immer noch großen Ungewißheit über diewahre Lage der Dinge in Champagne, auch jetzt noch räthselhast; be-kannter ist sein glänzendes Kriegsglück, mit dessen Hülfe er sich eini-L« Monathe später zum Herrn der Oesterreichischen Niederlande machte.