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1 (1812) [A - D]
Entstehung
Seite
538
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§Z8 . Dky Asch '

Diese war aber weiter nichts, als ein Gemisch der Sadducäischen, Ga,maritanischcn und Mahomedanifchen Religjonsseclen. Die Drusen hak»kcn seither unter mehreren Schelks oder Herren gestanden; Ibrahimaber wollte ste unter Einem Oberhaupt wissen, welcher als Staathal-1er aus der Nation selbst genommen wurde. Eben dadurch bekamnun aber dieser Befehlshaber die ganze Macht seiner Nation in dieHände, und ward auf diese Art den Türken gefährlich, so daß dieDrusen in den ersten Jahren des >7. Jahrhunderts unter dem berühm-ten Emir Fakrcldin (gewöhnlich Fakkardin) den höchsten Gip- .fel ihrer Macht erreichten; allein da dieser r6Ze zu Cviistanrinoprl 'strangulirt wurde, so kamen sie, obgleich man ihnen andere Fürstengab, dennoch nie wieder zu ihrem vorigen Ruhm. Zwar machtensic im I. 177z noch einen Versuch, um in Vereinigung mit den Rus-sen sich loszumachen: allein ste mußten bald wieder in das vorige Vcr-haltniß mit den Türken zurnckkehren. — Sie stehen denn nun unterEmirs (Fürsten) und diese wieder unter einem Gr oßemi r, sind derPforte tributbar, aber fast ganz unabhängig, und treiben Feld-,Wein - und Seidenbau. In Ansehung ihrer Religion theilt man siein zwei Gattungen: in Weise (Males, Gelehrte oder Eingeweihte)und in Weltliche (Djabcl oder Laien, Unwissende , Uneingeweih-te) ; sie besuchen übrigens christliche und Mahomedaiiische Kirchen,,haben aber eigne Symbole und gottesdienstliche Personen. Wer mch-reres von ihnen zu lesen wünscht, findet in Worbs Geschichte undBeschreibung des Landes der Drusen, Görlitz 179Y, Befriedigung.

Die Dryaden. (Mythol.) Waldnymphel,, die mau zu Schus-göktinneu der Baume in den Wäldern machte. ' *

John Dryden, ein großer Englischer Dichter, war »6Z, zuOlhwiiiklc geboren. Er erhielt den dichterischen Lorbeerkranz und die' Würde eines königliche» Geschichtschreibers, starb aber, wie viele der^ größten Briktischen Gelehrten, in der kummervollsten Dürftigkeit. >7»!-Schon seine prosaischen Werke und -Uebersetziingen Griechischerund Römischer Classiker machen ihn berühmt; noch mehr Lob verdie-nen aber feine Gedichte, die theils in zahlreichen Komödien und Trs-göoicn, rheils in Oden und andern Gedichten bestehen.

Dschami, (.Moschee.

Dschingis-khan, (wörtlich der große Fürst) der berühmteMongolische Eroberer, welcher zu Anfänge des dreizehnte» Jahr-hunderts Asien erschütterte. Ungefähr um das Jahr isoo hakte erdie in dee Mongolc-i in zahlreichen Horden hernmziehenden M o u-g ölen unter seine Herrschaft vereinigt. Mit diesen dräng er hrChina ein, und verbreitete seine Eroberungen durch Indien und Per-fien bis an den Dnieper in Europa, wo er mitten in seinen siegrei-chen Unternehmungen im Jahr 1227 starb. Seine Nachfolger, be-sonders Tiinurlcnk (Tamerlan)', machten noch größere EroberungenAber bald wurde das Mogolische Reich in mehrere Staaten zerstückelt,von welchen sich das Reich cheS großen Moguls in Indien —- der jetzt«ur noch ein Schatten-Kaiser ist — bis auf die neuesten Zeiten er-hglten hat. Dschingis-khan besaß bei seiner Eroberungssucht viele

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