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1 (1812) [A - D]
Entstehung
Seite
126
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Ba

Bache, das Weibchen des wilden Schweins, nachdem es Mut-ker geworden ist.

B acillen (Lat.) heißen in Apotheken ave diejenigen Präparate,die rund und länglicht sind. Neperianische Bacillen, sindStübchen von Messing, Holz oder Pappe, durch deren Zusammense-tzung große Zahlen leicht zu multipliciren, oder zu dividircn sind.

Backbord, die linke Seite eines Schiffes, auf welcher manlodtes Vieh und verstorbene Menschen, die man keines ehrlichen Be-gräbnisses für wcrth hält, ins Meer wirft.

Das Backsvolk, die Kameradschaft der Matrosen, die aus ei-ner Schüssel ißt.

Franciscus Bacon, Baron v. Verulam (daher heißt er gewöhn-lich kjaco <le Verularnio), wurde von einer angesehenen EnglischenFamilie im I. 1560 geboren, und ist im I. 626 gestorben. Seinegroßen Talente entwickelten sich sehr früh. Sein Vater ließ ihn rei-sen; er war im I. 1577 in Paris, wo er sich allgemeine Liebe undBewunderung erwarb. Der Englische Gesandte am Französischen Hofefaßte eine so vortheilhafte Idee von ihm, daß er ihm in seinem ig.Jahre ein wichtiges Geschäft bei der Königin Elisabeth anoerkrauke,dessen er sich vortrefflich entledigte, und wobei er der Königin Gewo-genheit gewann. Baco trat jetzt die Carriere des Hofes an, wobei erjedoch beschuldiget wird, kein niedriges Mittel verschmäht zu haben,sich empor zu schwingen. Es gelang ihm auch, im I. 1617 die Titeleines Kanzlersund Siegelbewahrers, eines Barons von Verulam undGrafen von St. Alban in sich zu vereinigen. Endlich wurde er derBestechung angeklagt, in eine Geldstrafe verdammt und seiner Char-gen bcrauvt; der König, welcher ihn lieble, schickte ihm jedoch dieStrafe zurück und gab ihm seine Freiheit wieder. Von jetzt an suchesich Baco für sein Unglück durch die Studien und die Ruhe zu tri-sten ; nach seiner Entfernung vom Hofe erschienen mehrere feiner be-rühmten Schriften. Er ist als ein Reformator der Philosophie zu be-trachten, welche damahls voll von Worten und Spitzfindigkeiten aberleer an Inhalt war, und deren Verbesserung seine herrschende Leiden-schaft durch sein ganzes Leben gewesen zu seyn scheint. Seine merk-würdigsten Schriften sind: über den Werth und das Wachs-thum der menschlichen Wissenschaften (ein Werk, wor-aus man sieht , wie klein sein Zeitalter, und wie weit er über dasselbeerhaben war); sein neu es O rg an 0 n der Wissenschaften,welches als eine Folge des ersten Werks betrachtet werden kann (die-sem Buche verdankt er den Titel des Vaters der Experimental-physik); und seine Versuchender die Moral und Physik.

Roger Bacon. Dieser nicht genug zu bewundernde Engländerwar im I. 1214 geboren. Er stammte aus einer alten Familie, undward Franciscaner-Mönch. Seine Kenntnisse zogen ihm den Verdachtder Zauberei zu; er saß zehn Jahre im Gefängniß, erhielt ab r end-lich durch Vermittlung einiger Edelleute seine Freiheit, und starb 1229in dem Collcgio seines Ordens zu Oxford. Die Entdeckungen, wel-che dieser Mann in seinem so unwissenden Zeitalter machte, sind er-staunenswürdig ; nicht weniger zu verwundern ist es, daß man seine