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»ach verschiedenen Altern dis zu einem vollkommenen Gewächse, undin den schönsten Figuren allzeit mit feinen und runden Gliedern, undmit völligen und ausschweifenden Hüften des weiblichen Geschlechts.—Das Bild des Bacchus ist ein schöner Knabe, welcher die Grenzendes Frühlings des Lebensund der Jünglingsschaft betritt, bei welchendie Regung der Wollust, wie die zarte Spitze einer Pflanze, zn keimenanfängt, und welcher, wie Schlummer und Wachen, in einen entzü-ckenden Traum halb versenkt, die B.lder desselben zu sammeln und siewahr zu machen anfängt. Seine Züge sind voll Süßigkeit, aber diefröhliche Seele tritt nicht ganz ins Gesicht. In einigen Statuen deSApollo ist die Bildung desselben einem Bacchus sehr ähnlich; — in ei-ner von diesen Gottheiten wurden zuweilen beide verehrt, und einerwurde anstatt des andern genommen. — Als Verbreiter seiner Wohl-thaten in der Welt ist Bacchus mit einer Leopardcnhaut bekleidet; sei-nen Wagen ziehen Ticger, sein Kranz ist von Epheu, Epheuguirlan-dcn dienen ihn zum Zügel, und sein Zepter, der Tbyrsus, ist mitEphcu umwunden. — In der churfürstlichen Gallerie zu Dresden findetsich eine schöne Statue des Bacchus. Von einem Französ. Meister hatman eine reihende Gruppe: Bacchus und Ariadne. Mehrere vortrcffli,che Abbildungen des Bacchus auf geschnittenen Steinen hak Herr Lip-pcrt gesammelt.
Johann Sebastian Bach, der größte unter den Deutschen Ton-künstlern dieses in der musikalischen Literatur so berühmten Namens.Er wurde -635 zu Eisenach geboren, und starb 175c). Er war an-fangs Organist zu Mühlhausen, nachher Kapellmeister zu Weimar,darauf zu Cökhen, und endlich Musikdirektor zu Leipzig. Er war derstärkste Clavier- und Orgelspieler, machte auf dem Pedal Laufe wiemit den Händen, und wußte wahrend den« Spielen die Register un-merklich durch einander zu ziehen. So glvß er als Virtuose war, sogroß war er auch als Componist; seine Stücke aber sind so schwer ge-setzt, daß man selbst ein Virtuose seyn muß, um sie fehlerfrei zu spie-len. Vergl. M 0 zart. Seine Söhne sind:
Wilheln Friedemann, geboren 1710 zu Weimar, starb mit demTitel eines Hessen - Darmstädtischen Kapellmeisters 1784 zu Berlin.Er war einer der größten und gelehrtesten Orgelspieler. Man hat vonihm die bekannten 6 Fugen fürs Clavier.
Carl Philipp Emanuel, 1714 zu Weimar geboren und 1738 zuHamburg gestorben, kam, nachdem er zu Leipzig die Rechtsgelehrsam-keit studirt hatte, als Musicus in königl. Preußische Dienste nach Ber-lin, und ward endlich Musikdirectvr zu Hamburg. Er hat mehrcn-theils für das Clavier gearbeitet, auch Melodien zu Gellerts geistli-chen Liedcrii herausgegeben; und sein Versuch über die wahreArt Clavier zu spielen ist noch immer das einzige klassischeWerk in seiner Art.
Johann Christoph Friedrich, geb. 1732, Cvncertmeister zu Bü-ckeburg , ein großer Orgelspieler, der auch durch seine hcrausgegebenenMusikalien bekannt ist.
Johann Christian (der Englische genannt) geb. 1735 zu Leip-zig, gestorben zu London 1782 , welcher wegen der galanten Manier,in der er geschrieben, lange Zeit ein Lieblings - Componist gewesen ist.