III. Das Viaticum narrationum des Henmannus Bononiensis. 9
LVII." Sterbendem Mönch in Hengesbach erwirkt das Gebetseiner frommen Schwester eine Lebensverlängerung auf15 Jahre: seine vorn abgeschnittenen Haare findet sie amFenster liegend.LVIII. Glückskind und vertauschter Todesbrief = Heinrich, Sohndes Grafen Konrad (statt Lupoid), der vor des KaisersZorn in den Wald geflohen ist (Variante zu Nr. XXXIV).L1X. Das Vaterunser eines vom Bischof aufgenommenen Gicht-brüchigen, das mit seinem Segen versagt, als der ungetreueVerwalter diesen vernachlässigt, da der Bischof nach Bornverreisen mußte.LX. Von zwei verheirateten Brüdern hofft der eine den zubeerben, dessen Frau bisher kinderlos geblieben ist. Dadieser wider Erwarten männliche Zwillinge beschert werden,fälscht er den Brief des Boten an den fernen Vater: dieFrau habe zwei Hunde geboren. Die Mutter soll dieselaut Auftrag des Mannes ertränken, aber sie setzt sie ineinem Kasten mit Geld und einem Schreiben und unterBeifügung ihrer im Selbstopfer abgeschnittenen Hände denFluten der Loire aus. Der hl. Martin in Tours findetbeide Knäblein, läßt sie standesgemäß aufziehen, vereinigtspäter die Kinder mit den Eltern und bewirkt durch seinGebet das Mirakel der Anfügung der abgeschnittenenHände der Mutter (Variante zum Typus des Mädchensmit den abgeschnittenen Händen im altfrz. Roman LaBelle Helaine de Constantinople).LXI. Wunderbare Luftfahrt eines sächsischen Pilgers aus demhl. Lande nach der Heimat, da er aus Anlaß des Oster-festes nicht mit dem Schiff seiner Gefährten heimkehrenwill. Von seiner Frau ob der angeblich vorzeitigen Rück-kehr gescholten, unternimmt er noch eine Wallfahrt zumGrabe des hl. Jakob in Compostella und wird durch diespäter eintreffenden Pilger glänzend gerechtfertigt, diebestätigen, daß sie ihn zu Ostern noch in Jerusalemzurückgelassen hätten.LXIL Philosoph sucht das bonum indeficiens und findet es wederals Herrscher noch als Gatte noch als Schätzesammler,sondern nach der Führung eines Weisen in Christus ==summum bonum.LXIII. Stolzer Mönch, der für seine asketischen Dienste vomBilde des Gekreuzigten in der Kirche Belohnung heischt,wird von einer Erscheinung deswegen gezüchtigt, sodaß