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3 (1935) Das Viaticum narrationum des Henmannus Bononiensis : mit literargeschichtl. Anm.
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2 Beiträge zur lateinischen Erzählungsliteratur des Mittelalters.

rarischen Anmerkungen. Durch die Ungunst der Zeiten habe auchich sie bis jetzt zurückstellen müssen, was mir nur zum Vorteilgereichte, da die Arbeiten zum Exemplum unterdessen durch For-scher wie J. ßolte, J. Greven, G. Huet, J. Klapper, J. Schick,J. Welter, A. Wesselski u. a. bedeutend gefördert worden sind.Bolte machte inzwischen (Zeitschr. des Vereins für VolkskundeXXV (1915), S. 376 Anm.) auf eine zweite, leider unvollständigeKopenhagener Hs. des Viaticum (Fassung ]J) aufmerksam undstreifte in dieser schönen Studie zum Kreise des dankbaren Toten(S. 46 Anm. 3) die Bedeutung unsereraus dem Dominarkanerordenhervorgegangenen und alphabetisch nach Stichworten geordnetenSammlung." Vgl. ferner Bolte-Polivka, Anmerkungen zu denKinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, III (1918), S. 509.

Der Kompilator kann auf Originalität keinen Anspruch er-heben, in den meisten Fällen lassen sich die direkten und fastwörtlichen Entlehnungen feststellen. Hier möge eine Uebersiehtfolgen:

Valerius Maximus = Nr. 5. Dares Phrygius = Nr. 41.Petrus Alfonsi = Nr. 9. Liber de miraculis s. Mariae = Nr. 23. Jakob von Vitry = Nr. 23. Caesarius von Heisterbach,Dialogus miraculorum = Nr. 21.38.45.79; Libri miraculorum =Nr. 6. 15.16. 17. 20. 35. 43. 54. 55. 57.70. Thomas von Cantimpre,Apiarius = Nr. 24. 40. Jakob von Varazzo, Legenda aurea =Nr. 67. Etienne de Bourbon = Nr. 37. Martinus Polonus =Nr. 34. Arnuldus, Alphabetum narrationum = Nr. 58. Vincenzvon Beauvais, Speculum historiale == Nr. 7. 8.10.11. 22. 26. 36. 44.66. 71. 75. 80. Johannes Gobii Junior, Scala celi = Nr. 1.12.13.14.18. 20. 25. 27. 28. 29. 39. 42. 52. 53. 62. 68. 69. 77. Petrarca, Hi-storia Griseldis = Nr. 64.

Ich fahnde nur noch nach den literarischen Vorbildern fürNr. 56 u. 78. Für die übrigen Stoffe ließ sich der Entstehungs-kreis ziemlich sicher ermitteln. Daß auch hier eine bestimmteRedaktion unserem Sammler vorgelegen hat, liegt nach der obigenListe recht nahe anzunehmen. Für die Scala celi bedarf es einerkritischen Edition, ich benutzte nur den mir zugänglichen DruckUlm 1480. Für die Libri miraculorum des Caesarius benutzte ichmeine eigene Neuausgabe, die soeben erscheint.

Durch die Freundlichkeit der Leitung der Kgl. BibliothekKopenhagen konnte ich hier in Göttingen beide Hs. benutzen:

1) A = Kopenhagen, Gamle Kgl. Sämling Fol. 380. Pa-pierhs. aus Mitte des 15. Jhs. = 85 Blätter in 7 Lagen zu je6 Bogen. Text durchgehend rubriziert, mit roten Initialen. Nur