(40)die vorhero am 26. Aprilis 1668. absonderlich aber die folgendedarauff gegründete und von Uns auch unterm 26. April. 1682.und 16. Julii 1686. gleichfals publicirte Edicta mit mehreremnach sich führen.Nun aber die Augspurgische Confessions-Verwandte, Refor-mirt- und Lutherischer Religion dagegen vielfältig beschwärt zuwerden klagend vorgeben, und derentwegen unterthänigst gebet-ten, daß Wir obgemelte Edicten nicht allein zu wiederhohlen,sondern auch einige absonderliche Puncten, wogegen sie am mei-sten graviret zu seyn vorgewendet, durch den öffentlichen DruckUnseren Beambtem zu ihrer Nachricht bekandt machen zulassengnädigst geruhen wollen.Und zwarn erstlich, weilen bey Auffrichtung des Weselschenund Rheinberckischen respective am 16. April 1677. und 10. Mar-tii 1682. in Puncto Censurae Ecclesiasticae und der Röm. Catho-lischer Feyer-Tägen folgender Gestalt näher verglichen worden.Extract auß dem Weselschen Recess de 16. Aprilis 1677. Ob-wohl der zwischen Ihrer Churfürstl. Durchl. zu Brandenburg undIhrer Fürstl. Durchl. zu Pfaltz Neuburg am 26. Aprilis des 1672.Jahrs auffgerichteten Religions-Recess unter anderen Art. 5. §. 4.und den Art. 8. §. 4. Vers. die weltliche Obrigkeit enthalten ist,daß wofern ein Corrigendus vel Correctus der einer oder ande-rer Religion wegen der Visitation an die weltliche Obrigkeitohne gnugsame und erhebliche Ursachen sich wenden würde, der-selbe abgewiesen, und denen ihme vorgesetzten Geistlichen Visitato-ribus in Vollenziehung der Execution gegen den per CausuramEcclesiasticam Correctum die Hand gebotten, und Hülff gelei-stet werden solle, und dan die gedachte Clausula, wan der Correctusohne gnugsame und erhebliche Ursachen an die weltliche Obrigkeitsich wenden würde, allerhand Irrungen und Auffenthalt in derCensur gebehren könte, so haben höchstgedacht Ihrer Churfürstl.und Fürstl. Durchl. Durchl. zu besser Verrichtung der Censur,und zu Abschneidung künfftiger Irrungen sich darüber näher ver-glichen,
Druckschrift
Neben-Recess Zwischen Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren, Friederich Wilhelmen, Mraggraffen zu Brandenburg, des H. Röm. Reichs Ertz-Cämmerern, und Churfürsten in Preussen, zu Magdeburg, Gülich, Cleve, Berge, Stettin, Pommern der Cassuben und Wenden, auch in Schlesien, zu Crossen und Jägerndorff Hertzogen, Burggraffen zu Nürnberg, Fürsten zu Halberstatt, Minden und Camin, Graffen zu der Marck und Ravensberg, Herren zu Ravenstein, und der Lande Lawenburg und Butau. Und Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren, Philipp Wilhelmen, Pfaltz-Graffen bey Rhein, in Bayern, zu Gülich, Cleve und Berge Hertzogen, Graffen zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensberg, und Mörß, Herren zu Ravenstein. Uber den Punctum Religionis und andere Geistl. Sachen, in denen Gülich-Clevischen und angehörigen Landen : Nach dem Exemplar vom Jahr Christi 1666
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