Druckschrift 
Neben-Recess Zwischen Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren, Friederich Wilhelmen, Mraggraffen zu Brandenburg, des H. Röm. Reichs Ertz-Cämmerern, und Churfürsten in Preussen, zu Magdeburg, Gülich, Cleve, Berge, Stettin, Pommern der Cassuben und Wenden, auch in Schlesien, zu Crossen und Jägerndorff Hertzogen, Burggraffen zu Nürnberg, Fürsten zu Halberstatt, Minden und Camin, Graffen zu der Marck und Ravensberg, Herren zu Ravenstein, und der Lande Lawenburg und Butau. Und Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren, Philipp Wilhelmen, Pfaltz-Graffen bey Rhein, in Bayern, zu Gülich, Cleve und Berge Hertzogen, Graffen zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensberg, und Mörß, Herren zu Ravenstein. Uber den Punctum Religionis und andere Geistl. Sachen, in denen Gülich-Clevischen und angehörigen Landen : Nach dem Exemplar vom Jahr Christi 1666
Entstehung
Seite
37
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(37) Ne5mand der Evangelisch=Reformirten und Lutherischen wider sei-nen Willen zum Provisoren, Wayssen-Armen-Bruder und Gast-Hauß-Meister über die Catholische Gast-Wayssen, Armen-Häu-ser und Renthen bestellet, sie auch zu keiner einem oder anderemHeiligen gewidmeter Bruderschafft oder Schüttereyen gezwun-gen, und die darin seyn liberè herauß zu gehen verstattet, undwelche darin tretten oder bleiben wollen, dennoch mit einigen Rö-misch-Catholischen Ceremonien nicht beschweret, sondern nur sol-cher Bruderschafft und Schütterey Legibus Politicis unterworf-fen seyn. Wan beym Kauff, Verkauff, Permutation und der-gleichen Contracten nur Catholische miteinander contrahiren,und einige Gelder, welche denen Armen außgespendet zu werdenpflegen, gehen, dieselbe gemelten Catholischen Armen allein, hin-gegen wan Evangelisch=Reformirte und Lutherische miteinandercontrahiren, selbige den Evangelisch-Reformirten und Lutheri-schen Armen allein gesteuret, wan aber Catholische und Evangeli-sche dergleichen Contracten miteinander eingehen, selbige Gelderzwischen beyderseiths Armen halb und halb vertheilet, was aberdie Römisch-Catholische oder auch Evangelische so Reformirte alsLutherische, insonderheit vor ihrer Religion Armen Besten auff-bringen, beysteuren oder stifften, selbiges alles solchen respectiveReligions-Armen privative gelassen, im übrigen sonsten denenArmen Gast- und Waysen-Häuseren (an den Orthen wo sie keineabsonderliche haben) admittirt, und selbigen, wie von den Wayß-Kinderen schon gemeldet, frey gelassen werden solle, nicht allein zuihret Religion GOttes-Dienst und Seel-Sorgeren allemahlfrey und ungehindert herauß zu gehen, sondern auch selbiger Reli-gion Seel-Sorgeren gleichfals unbenohmen bleiben, die Kran-cken in erwehnten Häusern zu besuchen; Die Evangelisch-Refor-mitte und Lutherische Geistlichen, Kirchen= und Schul=Bedien-ten bey den gemeinen Brüchten-Geding gleich andere Unterthanen nicht, sondern absonderlich gehört, vorgenohmen und über dieGebühr nicht beschwäret, dabenebens auff eines Römisch=Catho-lischenE 3