R.5. (15) Seitestraffen, auch die davon fallende Geld-Brüchte vor sich zubehalten.§. 8. So mag sich auch ein jedweder, welcher sich beschwe-ret befindet, von dem Officialat an Ihrer Churfürstl. Durchl. Appellati-ab OfficioHof-Gericht wenden, und daselbst seine Sache weiter aus- übusführen. Wan nun die Sache vor dem Hof-Gericht instruirtist, soll ihnen frey stehen, entweder daselbst sprechen zu lassen,oder aber eine oder andere Parthey zu begehren, daß die Actapraeviâ Inrotulatione Sumptibus petentis zur unparthey-schen Erörterung in vorher gesetzten Sachen an eine JuristenFacultät, welche der Röm. Catholischen Religion zugethanist, ausgestellet; In den übrigen Sachen aber soll nach In-halt der Land=Tages Recessen, Privilegien, und wie es bis-hero üblich und gebräuchlich gewesen / verfahren werden.§. 9. Decani und Capitula behalten über die zu dem Ca-CognitisDecan.pitulo behörige Leuthe die Cognition in Civilibus in primâInstantiâ; Von denen Bescheiden aber, welche Dechantund Capitula ertheilen, mag sich der beschwerte Theil, wiein kurtz vorhergehendem §pho disponiret, an das Hof=Ge-richt wenden.ARTICULUS IV.Grafschafft Ravensberg.§. 1. So viel nun die Grafschafft Ravensberg anbetrifft, Catholischeso wollen Ihre Churfürstl. Durchl. gleichwie in dem Hertzog- sollen gehandhabt werdenthumb Eleve und Grafschafft Marck die Röm. Catholische bey dem seni-gen so flbey demjenigen, was sie an Exercitien, Kirchen, Capellen und genenwurtigRenthen, sie haben Nahmen, wie sie wollen, gegenwärtig be-besitzen.sitzen, und in folgenden nicht restituiren müssen, zu jeder Zeitgnädigst schützen und handhaben.§. 2. Das übrige aber ist dergestalt verglichen und abge=Canonicithan, daß die Canonici zu Bielefeld, welche der Röm. Catho. in Bielefeltlischen Religion das Exercitium publicum, jedoch ohne Pa-rochia-B 2
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Religions-Vergleich Welcher zwischen Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren Friederich Wilhelmen, Mcraggraffen zu Brandenburg, des H. Röm. Reichs Erz-Cämmerern, und Churfürsten in Preussen, zu Magdeburg, Gülich, Cleve, Berg, Stettin, Pommern der Cassuben und Wenden, auch in Schlesien, zu Crossen und Jäferndorff Herzogen, Burggraffen zu Nürnberg Fürsten zu Halberstatt, Minden und Camin, Graffen zu der Marck und Ravensberg, Herren zu Ravenstein, und der Lande Lawenburg und Butau. : Und Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren Philipp Wilhelmen, Pfalz-Graffen bey Rhein, in Bayern zu Gülich, Cleve und Berge Hertzogen, Grtaffen zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensberg, und Mörß, Herren zu Ravenstein, u. Uber Das Religions- und Kirchen-Wesen In denen Hertzogthumben Gülin, Cleve und Berg, auch Graffschafften Marck und Ravensberg respectivè am 26. Aprilis 1672. zu Cöllen an der Spree, und am 30. Julii 1673. zu Düsseldorff auffgerichtet worden.
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