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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
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Russische Bäder Russische Kirche 381

rungcn nur gegen Napoleon, nicht gegen das franz, Volk gesprochen. Je thärigern An-thcil dieses aber offenbar an ihm genommen hatte und je lebhafter es sich noch an vielenOrten laut gegen die Bourbons erklärte, desto behutsamer mußte man handeln, wenn mandie Bourbons wider den Willen des franz. Volks aus dem Throne zu erhalten und zu be-festigen wünschte. Auf der einen Seite wurde daher Frankreich mit Truppen überschwemmt,auf der andern arbeitete man mit Ludwig s Ministern an Ausgleichung der politischen Vcr-bältnifsc, was aber zu keinem Resultate führte. Endlich nahmen am 20.Sept. alle Ministerihren Abschied, und erst mit den einige Tage darauf von Ludwig XVIII. neu ernannten Mi-nistern wurden am 2. Ott. die vorläufigen, in dem eigentlichen Abschlüsse vom 20. Nov.bestätigten Friedenspunkte unterzeichnet, welche I) Frankreichs Grenze bestimmten, wie sie110» gewesen war, jedoch davon 2) die Festungen Landau, Saarlouis, Philippeville,Marienburg und Versoix mit einem gewissen naher zu bezeichnenden Umkreise abtrenntcn;3) die Festung Hüningcn zu schleift» geboten; l) eine Entschädigung von 100,000000Francs für die Kriegskosten, in fünfJahreu zahlbar, ftsifttzten; 5) eine Linie, von Eondeüber Bouchain nach Bitsch, mit I ',»»»» M., auf Frankreichs Kosten, ebenso lange denVerbündeten zu besetzen cinräumten, und 6) die Foderungen aller Privatpersonen an Frank-reich, mit Ausnahme der Hamburger Bank, die Davoust in Beschlag genommen, sicherten.Damit char der Krieg selbst eigentlich beendigt, denn bis dahin waren, wenigstens von denPreußen, Frankreichs nördliche Festungen belagert und größtcnthcils erobert worden. Durcheine besondere Übereinkunft wurde, halb gezwungen, halb freiwillig, die Zurücknahme allerseit 1102 in Paris angehäuften Kunstwerke Italiens, Deutschlands u. s. w. bewilligt. ÜberNapoleon kamen die Verbündeten dahin überein, daß er in Saint-Helena aus EnglandsKosten als Kriegsgefangener, jedoch mit aller möglichen Erleichterung, die eine solche Lagezulicß, leben solle. Seine Brüder und Verwandten konnten sich eine Freistatt suchen; nurMurat, dem dasselbe Geschick angebötcn wurde, ging, von einem unglücklichen Wahn ge-leitet, sein Reich zu erobern, und wurde am 13. Oct. >815, zu Pizzo in Calabricn erschossen.Vgl.Ehambray,,,Iki«tnire de I'expedition dcIi»s.-ie"(3Bdc-; 3.Aust.,Par. 1825); Blcs-son und Butturlin,bÜZtoire miüttdre de hl Campagne de Ikns.-iie e» 1812" (2 Bde.,Par. I 821); GrafTegur,Histcdre de IXi,polen,, et de I-, gründe annee Pendant I 81 2"(2Bde.,Par. >824 und oft.; deutsch von Kottenkamp, Manh. >835); Okounef,Onsi-deiations snr les Grandes o>,eration^, le- Imtailles etc. <Ie la Campagne de >812 en1In>-de" (Par. 1820); Pfucl,Beiträge zur Geschichte des letzten franz.-russ. Kriegs"(Heft l, Verl. >813) undÜbersicht der Kriegsjahre von 1813 15" (Berl. 1828); Vane-Londonderrn,iXarrative ns the nur in Oerinanv und k'rance in 1813 and 1813" (Lond.>830,3.); Friccius,Geschichtedes Kriegs in denJ. I8I3und I8l3"(3Bdc.,Altenb. >83315); Grolman,Der Feldzug von 1815 in den Niederlanden und in Frankreich", heraus-gegcben von Damitz (2 Bde., Berl. 183138); Michailowski-Danilcwski,Geschichtedes Kriegs im I. 1812" (deutsch von Goldhammcr, 3 Bde., Riga 1830), die freilich fürRußland sehr parteiisch ist, und dieMalerische und militairische Reise von Wittenbergbis Moskau im I. 1812" auf Stein gezeichnet von Adam (120 Blatt), mit franz. Text(Münch. 1821 fg.).

Russische Bäder, s. Bad.

Russische Kirche. Die russ. Kirche, deren Anfänge auf die 055 in Konstanti-nopel vollzogene Tauft der Fürstin Olga (s. Rußland) zurückzuführcn sind, stimmt indockrincller Beziehung ganz mit der orthodoxen Griechisch en Kirch e (s. d.) überein underhielt eine von dieser getrennte Verwaltung erst im I». Iahrh. Im I. > 58 » nämlich er-kaufte der Zar Feodor Jwanowitkch von dem Patriarchen zu Konstantinopcl die Gründungeines besonder» Patriarchats zu Moskau, dem vier Metropoliten untergeordnet sein sollten.Zwar mußte sich der mvskowitische Patriarch immer noch in Konstantinopel bestätigen lassen,allein auch dieser Schatte» von Abhängigkeit schwand um das I. 160». Jndeß trat dafürspäter eine desto drückendere Abhängigkeit von der einheimischen Staatsgewalt ein. Dennals Peter I. die Patriarchen seinen Reformplancn nicht geneigt fand, ließ er 11»2 nach demTode des Patriarchen Hadrian das Patriarchat lange unbesetzt, erklärte endlich sich selbstfür den Oberherrn der Kirche und übertrug 1721 die höchste Leitung der kirchlichen Ange-