Druckschrift 
13 (1847) Schouw bis Suetonius
Entstehung
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^chouw (Joach. Friedr.), ordentlicher Prozessor der Botanik und Vorsteher des bo-tanischen Gartens zu Kopenhagen, ist zu Kopenhagen am 7. Fcbr. >789 geboren. Aufder Universität, seit 1898, beschäftigte er sich nebrn dem Studium derNechte mit den Natur-wissenschaften und insbesondere mit Botanik; auch machte er, in Gesellschaft des BotanikersChr. Smith, 1812 eine naturwissenschaftliche Ncise durch Norwegen. Für die Abhandlungöe sellibns jlluntanii» nriAiimrüs" erlangte er 1816 den philosophischen Doctorgrad.Hierauf unlernahm er noch in demselben Jahre, unterstützt vom Könige und dem Geh. Con-ferenzrath von Bülow, eine wissenschaftliche Reise nach Deutschland, Frankreich und Ita-lien , von welcher er erst 182V zurückkchrte. Zunächst ließ er nun seineGruudzügc zu einerallgemeinen Pflanzengcographie, nebst Atlas" (Kopenh. 18222-1; deutsch, Bcrl. > 82?,)erscheinen. In den I. >829 und 1830 machte er eine zweite wissenschaftliche Ncise durckItalien und Frankreich; zwischen und nach seinen Reisen hielt er thcils an der Universität,lheils in andern Kreisen, namentlich in dem von ihm und Professor Eschrickt gestiftetennaturhistorischen Verein, naturwissenschaftliche Vorlesungen, besonders über Botanik undphysische Geographie, die durch ihre lebendige, Darfle t k,» «, einer - all gemeinen

. Theilnahiuessssh ttskklllM. "Mich vktt! Äliieren oes zuerst ernannten Professors der Slaals-wisscnschaften, Joh. Friedr. Wilh. Schlegel (s. d.), im J. 1835 ivurde er als Vertreteroer Universität zum Mitglied der beiden dän. Sländcv'crsammlungcn während der erstensechs Jahre ernannt, und thcils einstimmig, thcils mit überwiegender Majorität, zum Prä-sidenten diescrVersammlungen drei aufeinander folgcndeMale erwählt. Seine Theilnahmein der Ständeversammlung erregten besonders die Verhandlungen, welche allgemein staat-lich: Reformen betrafen; so sprach er sich, entschieden den liberalen Ansichten zugcchan, inder ersten Diät für die Erhaltung der bestehenden Preßfreiheit, in der -weiten für die Vereini-gung der beiden Ständcversammlungen und die Erhaltung des Hausfriedens und Haus-rechts gegenübergriffe der Policeigewalt, in der dritten roeskildcr sür die Ausdehnung derPreßfreiheit und die Beantragung einer Vcrfassungsrcform aus. Dabei kam ihm seine viel-seitige, tiefe Bildung, die er nicht blos als Jurist und Naturforscher, sondern auch als Po-litiker, nicht blos in der Studierstube, sondern in der Welt und im Leben erworben hat,besonders zu statten. Er sprach sich nebenbei über fast alle wichtige Gegenstände des öffent-lichen Lebens mit edlerFrcisinnigkcit und Mäßigkeit schriftlich aus, was besonders in der vonihm herausgcgebenen WochenschriftDansk Ugeskrist" (8 Bde., 183136) geschah. NachVollendung des Scxenniums wurde er als Deputirter der Universität vom Könige nichtwieder erwählt; die größere Muße, die er dadurch gewann, benutzte er, um eine zweiteReihe der eben erwähnten Wochenschrift (8 Bde., 183236) erscheinen zu lassen, woriner sich wiederum über verschiedene Anliegen, welche die öffentliche Meinung bewegten, na-mentlich über den Skandinavismus und die schleswigsche Frage, aussprach. In letztererBeziehung hielt er sich lediglich an die nationale Seite der Sache Im I. 1833 war erWortführer der Deputation, welche eine von 20000 Bewohnern des Königreichs Unter-zeichnete Petition, die für gleiche Berechtigung der dän. und deutschen Nationalität im Her-zogthum Schleswig sich aussprach, an den Thron einbrachte, allein vom König mit der Be-merkung entgegengenommen wurde, daß er zwar die Sympathie der Pctirionaire für dieAufrechthaltung der dän. Nationalität in Schleswig theile, jedoch die dadurch vcranlaßtcnBewegungen, welche man ihm zu beschwichtigen überlasse, misbilligen müsse. Von S.'sLcnv°?ex. Neunte 2tufl. Xi!I. b ^