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10 (1846) Moskau bis Patricier
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2 Moskau '

cherk liegt. Zugleich ist M. eine der reichsten, prächtigsten und originellsten Städte, wo sich fastalle Völker Europas und Asiens, fast alle Religionen d»r Erde und fast alle Baustile, dergriechische wie der italienische, der gothische wie der byzantinische, der tatarische wie der per-fische vereint wiederfinden und wo man nur einen, den echtrussischen, vermißt, weil einsolcher noch nicht vorhanden ist. Die Gesammtbevölkerung belief sich im I. 1842 auf349167 Individuen, nämlich 216181 männlichen und 132986 weiblichen Geschlechts.Von diesen kamen auf den Kreml >84 1, auf Kitaigorod 9820, aufBeloigorod 58350,auf Semlänoigorod I0I735 und auf die Sloboden I7742I. Nach den Confessioncngeordnet gab es 340796 Bekenner der griech.-russ. Religion, 266 Armenier, 4650 Prote-stanten, 321 Neformirte, 315 Anglikaner, 24 l Juden und 258 Mohammedaner, undhinsichtlich des Standes und der Beschäftigung 649 Mönche und Nonnen, >864 Welt-geistliche und Priesterfrauen und 3048 Kloster- und Kirchendiener; 18167 Militair- undCivilpersoncn der höhern und 421 >9 der untern Elasten; 594 Kaufleute erster, 1138zweiter und >3787 dritter Gilde; 1040 Ehrenbürger, 63189 Bürger, >3784 Handwer-ker, 7900 Ausländer, 4944 Freigelassene, 32483 freie Miethlinge, 22145 Leibeigene,meist als Hausgesinde, und >223>6Bauern verschiedener Art, die durch Hofedienst, Kram-Handel oder Fuhrwesen, zum Theil auch durch Bettelei ihren Unterhalt finden. Die Zahlder Gebäude belief sich auf 19407, nämlich 2117 Krön- und 17290 Privathäuser; stei-nerne Häuser gab cs 6329, hölzerne 13078. Keine Stadt der Erde hat so viel kirchlicheGebäude alsM^ im gedachten Jahre zählte es 375 griech. Kirchen, darunter acht Kathe-dralen, zivrsHmen., zwei protestantische, eine reformirte, eine anglikanische, zwei katholi-sche Kirchen, eine mohammedan. Moschee,und 3 1 Kapellen; ferner l 4 Mönchs- und siebenNonnenklöster, >481 Kirchen-, Kloster- und BegravnißhaUjer, 95Lffentliche Eckmude zugesellschaftlichen Zwecken, 27 kaiserliche und großfürstliche Paläste und 5^ anderes meist ge-meinnützigen Zwecken gewidmete Anstalten. Unterden letztem befindetsich besonders eine großeMenge zum Theil vortrefflich eingerichteter und sehr reich dotirter Hospitäler. Von diesennimmtdas große allgemeine Kriegshospital die erste Stelle ein, das zur Aufnahme von 1840Kranken bestimmt ist und an welchem 25 Ärzte angestellt sind. Unter den übrigen 4 3 Hospi-tälern und ärztlichen Instituten zeichnen sich besonders aus das Eolizin'sche, Scheremctjcw'-sche und das neue städtische Hospital, das Marien-, Katharinen- und Paul'sche Institut, dasIrrenhaus, die Augenheilanstalt, das orthopädische Institut, die Entbindungsanstalt imZindlingshause und das städtische Witwenhaus. Das Katharinen-und Alcxandrinensiifr die-nen hauptsächlich zur Aufnahme und Erziehung vornehmer Kinder, deren Alkern jedoch unbe-si"* ' «»f» ' --yfH- fff««, unk y-u n P> iyatarmenbäuscr f ür spcciclle

Fälle; ferner 61 Kirchenarmenhäuser, ein Institut für arme Kaufmannssöhne, eine Stif-tung für Cadetten, ein Jnvalidenhaus, ein Arbeitshaus und endlich das große von derKaiserin Maria Feodorowna, der Mutter Alexander's, gestiftete Findelhaus, ein Gebäude,welches eine kleine Stadt für sich bildet und an Zahl seiner Bewohner einer nicht unbedeu-tenden Mittelstadt gleichkommt. In den zehn Jahren von 182231 wurden hier 52549Kinder ausgenommen, durchschnittlich also im Jahre über 5000; cs starben während die-ser Zeit 34713 und im I. 1831 beherbergte dieses Niesenhaus in seinen Ungeheuern Räu-men eine Bevölkerung von 23788 Individuen. Die Ausgaben betrugen > 7,223993 Ru-bel. Unter den andern Gebäuden erwähnen wir noch das große kaiserliche Theater, in wel-chem russisch gespielt wird, das kleine franz. Theater, das große Vcrsammlungshaus desAdels (die Sobranie), die Gebäude des Kaufmanns-, des engl, und des deutschen Clubs,das Vauxhall im Petrowski, den prachtvollen großen und mehre kleine Kaushöfe, das Arse-nal, die Schatzkammer und das Universitätsgebäude; das große Excrcirhaus, erbaut von demfranz. General Bctancourt, 368 F. lang, > 70 F. breit und 44 F. hoch, in welchem 2000 M.JK^anterie und > 000 M. Cavalerie zugleich excrciren können und welches im Winter durcheine große Zahl von Öfen geheizt wird; ferner den Justizpalast mit einem Saale, der 300 F.lang, kew F. breit und ebenso hoch ist; das Senatsgebäude, das Gebäude der Sucharew'schenWasserlekmig, die Triumphpforte am Eingänge in die Stadt von der Petersburger Seiteu.s.w. Alskiner Merkwürdigkeit ist noch der großen Glocke zu gedenken, welche nach frühererAnnahme in dkm Glockenthurme des Kreml (dem Iwan Weliki) hing, die aber nach-neuern