Levkoje Lex 729
, Eintheilung in vier Classen erst unter David erfolgt zu sein. — Analog hießen und hei-> ßen noch jetzt bei den Katholiken die Diakonen, welche dem Priester beim Gottesdienste hel-
^ fen, Leviten. - Das dritte Buch Mosts heißt Leviti cu s, weil es vornehmlich die An-
ordnung für die Priester und Leviten enthält.
Levkoje (tHrsutlius sanuus), eine beliebte Zierblume, stammt aus dem Orientund Süddeutschland, wo sie an den Meeresufern wächst. Man zählt von ihr über hundertVarietäten, die in drei Classen sich scheiden: >) engl, oder Holland. Sommerlevkoje;
! 2) deutscher Sommerlevkoje und 3) halb engl. Sommerlevkoje. Von dem
j Sommerlevkoje ist der Herbst- oder Bastardlev ko je zu unterscheiden, der durch Ver-I Mischung der Sommer- mit den Winterlevkojen entstanden ist.
Lewald (Joh. Aug.), einer der fruchtbarsten unter den lebenden deutschen Belletri-sten, wurde am I -1. Oct. 1793 zu Königsberg in Preußen geboren und sollte nach dem frü-hen Tode seines Vaters von den Gymnasialstudien zur Kaufmannschaft übergehen. Da esihm aber hierzu an Neigung fehlte, so solgte nun eine Reihe abenteuerlich-genial verlebterJahre, worüber seine „Aquarelle aus dem Leben" (-1 Bde., Manh. >836—37) Manchesmitthcilen. Neuere Sprachen, Kunstgeschichte, auch Ölmalerei wurden eifrig betrieben;als Secretair im russ. Hauptquartier machte er den Freiheitskrieg mit; eine ähnlicheStelle bekleidete er dann bei der Generaldirection der russ Spitäler in Deutschland. Indieser Zeit durchreiste er ganz Deutschland, sowie Theile von Frankreich und Polen. NachAuflösung des genannten Verhältnisses hielt er sich in Breslau auf und betrieb im Um-gänge mit Schall und Holtei dramatische Studien, als deren erstes Product er das Lust-spiel „Der Großpapa" unter dem Namen Karl Waller aufsühren und später druckenließ. So erwachte eine frühere Neigung zum Theater aufs neue. Im I. >818 trat er zuBrünn zum ersten Male als Schauspieler auf und verlebte von da an neun Jahre theils? als Schauspieler, theils als technisches Mitglied der Theaterdirectionen in Brünn, Mün-chen, Nürnberg, Bamberg, an welchen beiden Orten er die Oberleitung der Bühnen hatte,dann noch vier Jahre als Leiter des Scenischen an dem neuen Stadttheater zu Hamburg.Doch ruhte auch in dieser Zeit seine literarische Lhätigkeit nicht, die er theils der Abfassungeigener „Novellen" (3 Bde., Hamb. > 831 —33), theils dramatischen Arbeiten, theils jour-nalistischen Unternehmungen zuwendete. Diese Beschäftigungen befähigten ihn nicht nurzu einem wohlbegründeten Unheil über alle theatralischen Angelegenheiten, sondern ver-schafften ihm ebenso wie die frühem Reisen eine außerordentliche Orts- und Personen-kenntniß und eine seltene Gewandtheit in allen geselligen und literarischen Verhältnissen.
! Überdruß an dem deutschen Theater, welches seinen Reformplanen unübersteigliche Hin-dernisse in den Weg stellte, bestimmte ihn, >831 nach Paris zu gehen, von wo er jedoch! schon nach neun Monaten, bei Annäherung der Cholera, in die Vaterstadt seiner Gattin,München, zurückkehrte. Nach mehrfachen Reisen, namentlich in Tirol und Oberitalien,verlegte er seit dem Herbst >834 seinen Wohnsitz nach Stuttgart, ohne jedoch jseiner frü-hem Reiselust zu entsagen. Einen bedeutenden Theil seiner Zeit widmet er dem > 835 vonihm begründeten Journal „Europa, Chronik der gebildeten Welt", welches sich durch große, Mannichfaltigkeit des Inhalts und zahlreiche artistische Beilagen eine große Verbreitung» verschafft hat; doch lieferte er daneben fortwährend zahlreiche selbständige Schriften, theilsRomane und Novellen, theils Reisehandbücher über München, Tirol, die Schweiz undden Rhein, theils dramaturgischer Werke. Seine „Gesammelten Werke" gab er in einerAuswahl heraus (12 Bde., Lpz. > 844—45). L. besitzt ein reiches, vielseitiges und anmu-thiges Talent, welches auch unbedeutenden Stoffen Leben und Anziehungskraft zu verlei-hen weiß. Seine Sprache ist bei aller Glätte und Feinheit von aller gesuchten Künsteleifrei, und seine Übersetzungen gehören zu den besten Leistungen in diesem Fache; doch ist- auch nicht zu verkennen, daß sich L.'s vielbewegtes Leben in der Flüchtigkeit seiner schrift-stellerischen Leistungen oft merklich abspiegelt.
LvX, d. i. Gesetz, hieß bei den Römern anfangs nur ein von den Curiat- und Cen-turiatcomiticn ausgegangener Beschluß, der auch pvpuliseikum genannt wurde; nach derGleichstellung der Tributcomiticn gab man aber auch einem von diesen ausgegangenenBeschlüsse, plobiscitnm, den Namen lex. Das Gesetz wurde in Vorschlag und vor die Co-