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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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498
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498 Lahr Laibach

im Pendschab, in einer wohlangcbauten Ebene, Hauptstadt des Reichs und Resident desMaharadscha, mit80000 E. Einst eine der Residenzen der Großmoguln und sehr blühend,jetzt aber von ihrem alten Glanze herabgesunken, bpwahrt^sie als Zeugen davon eine vorandern asiat. Städten sie auszeichnende gute Bauart und mehre prächtige Baudenkmale,unter denen sich besonders der Palast Fcrokschir und dieKaiscrmoschee auszeichnen. In derNähe befindet sich das prächtige Mausoleum des Großmoguls Schehanghir. Noch bevöl-kerter als Lahne ist Amritsir, ebenfalls am Nawiflusse, mit >00000 E., die heiligeStadt der Sikhs, früher die Hauptstadt ihres aristokratischen Bundes, und auch gegenwär-tig noch Sitz ihres Oberpriesters. Nahe dabei liegt der heilige Tempel des Guru GowindSingh mit dem von diesem geschriebenen Gesetzbuch und 600 Akalis oder Priestern, woauch der Guru Mata oder die Bundesversammlung gehalten wird. Ferner sind zu nennenKaschmir (s. d.); Pi sch au er am Kabulflusse, mit 70000 E. und einer berühmten mo-hammedan. Schule, einssdie Residenz der Könige von Kabul, die in demBalahissar residirten;Attok, das Taxila der Alten, über das Alexander der Große nach Indien eindrang, eineErenzfestung am Indus, der Mündung des Kabul gegenüber, und in einer wichtigen stra-tegischen Lage die Straße nach Kabul und somit den wichtigsten Verbindungsweg zwischenIndien und Westasien beherrschend; und Multan amDschinab, eine große, einst blühende,feste, gut gebaute, durch die Sikhsherrschaft und die Verwüstungen der Afghanen undMahratten aber in tiefen Verfall gerathene Stadt mit kaum noch 30000 E.

Lahr, Fabrikstadtimbad.Mittelrheinkreise, anderSchutter, Hatüber6100 E-, welcheLein- und Zeugweberei treiben und Fabriken in Tuch, Seidenband, Leder, Taback, Cichorienund Essig unterhalten, sowie auch ein Pädagogium und eine Armenanstalt mit Industrie-schule. Nebst mehren Dörfern bildete sie sonst die Herrschaft Lahr, in der Ortenau, diefrüher im Besitz der Grafen von Geroldscck (s.d.) war und durch eine Erbtochter 1426 anNassau kam, hundert Jahre später aber von der andern Linie der Grafen von Geroldseck inAnspruch genommen wurde. Der deshalb geführte Proceß dauerte über hundert Jahre undendete 1625 damit, daß dieHerrschast bei Nassau blieb, dieses aber bedeutende Summen andie Markgrafen von Baden und Hochberg und an die Grafen von Hohen-Geroldseck undSulz zahlen sollte. Für diese Summen zur Hälfte zum Unterpfand gegeben, wurde sie, daNassau auch die Zinsen zu zahlen unterließ, >650 dem Markgrafen von Baden als Unter-pfand eingeräumt, 1726 abervon Nassau wieder eingelöst. Sie war bei dernassauischenLän-dertheilung im I. >625 an die Linie Nassau-Idstein gekommen und fiel, als diese 1721erlosch, an die Linie Nassau-Saarbrück und nach dem Erlöschen dieser letztem im 1.1728an die Linie Nassau-Usingen. Im luneviller Frieden wurde sie an Baden abgetreten.

Lahyre, s. La hi re.

Laibach, ital. Lubiana, slaw. Lublan, die Hauptstadt des Königreichs Jllyrien, desGuberniums Laibach und des Herzogthums Krain, liegt zu beiden Seiten der schiffbarenLaibach, über welche hier fünf Brücken führen, unweit der Einmündung dieses Flusses indie Sau, über die ebenfalls eine 540 Schritt lange Brücke von zehn Bogen führt. Sie istzwar unregelmäßig gebaut, aber gut gepflastert und reinlich. Ansehnliche Gebäude sinddie schöne Kathedrale mit Quallio's Fresken, das Rathhaus in altdeutscher Bauart unddas alte ehemals feste Schloß auf einem Berge im Osten der Stadt. Die Zahl der Ein-wohner beläuft sich, die acht Vorstädte mit eingerechnet, auf l 2000. Die Volkssprache ist diewendische, der sich aber viele deutsche und ital. Wörter beigemischt haben ; doch wird auchviel Deutsch, Italienisch, Französisch und Neugriechisch gesprochen. Die Stadt ist derSitz eines Bischofs und hat ein Lyceum mit bedeutender Bibliothek und einem agronomi-schen Garten, ein Gymnasium, ein Seminar, ein Landesmuseum im Auersberg'schen Pa-laste mit reichhaltigen Sammlungen, ein Theater und mehre gelehrte Gesellschaften. AnFabriken gibt es einige in Seide und Fayence. Der Speditions- und Commissionshandelnach Italien, Ostreich, Baiern, Ungarn und die Türkei ist nicht unbedeutend, hat aber inneuerer Zeit viel gelitten. Das Bisthum wurde um die Mitte des > 5. Jahrh- gestiftet.Vom Oct. >809—13 war L. der Sitz des franz. Generalgouverneurs der illyr. Provinzen.Im Dec. 1820 wurde der Kongreß von Troppau (s. d.) hierher verlegt, weil dabei dieGegenwart des Königs beider Sicilien, Ferdinand'«!., nöthig schien und man Italien näher