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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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482 Ladcstvck Ladrouen

denken erhalten, die zur Erziehung der Söhne unbemittelter Forstbeamten bestimmt ist undderen Fonds L. durch eine namhafte Summe aus seinem Privatvermögen erhöht hat.

Ladestock, das Instrument zum Nicderstoßen der Ladung im Laufe der Handfeuer-waffen, war ursprünglich überall von Holz und zwar meist von eichenem. Auch wird derhölzerne Ladefiock noch gegenwärtig bei Jagdgewehren, Scheibenbüchsen und Pistolen zumPrivatgebrauch beibehaltcn, weil er leichter ist als der eiserne. Vom Militair aber wurdeder letztere bereits im i7.Jahrh. angenommen, weil die Zerbrechlichkeit desHolzes im Feldezu große Nachkheile herbeiführte. Der Ladestock ist entweder konisch oder cylindrisch; dercrstere ist leichter, muß aber beim Laden umgekehrt werden, um die Kugel mittels des KickernEndes ansctzcn zu können. So gering auch derZeitverlust beim Umdrehen ist, so wollte manihn doch mittels des cylindrischen Ladestocks vermeiden, welcher zugleich den Vortheil gab,daß das Herabstoßen der Ladung durch das Gewicht des Stocks erleichtert wurde. Die Ein-führung desselben in Preußen erfolgte im I. 1773; die erste Idee dazu rührt vom FürstenLeopold von Anhalt-Dessau her. Am Kopf hat der cylindrische Ladestock ein senkrechtesLoch zum Einschrauben des Krätzers (für das Ausziehen der Ladung); bei dem.konischenLadestock ist am dünnen Ende zu gleichem Zwecke eine Schraube angeschnitten. Noch isteine besondere, vom Oberst Freitag vor längerer Zeit gemachte Vorrichtung zu merken, beiwelcher sich der Ladestock in einem Bügel bewegt, der am Schaft, nahe der Mündung, soa-ngebracht ist, daß der herausgczogene Ladestock genau über der Mündung steht, wodurchman des Nachts sicherer laden und den Ladestock nie verlieren kann, was namentlich bei derCavalerie, nach anhaltend schnellem Reiten, leicht vorkommt. Zur Vereinfachung ist indeßin neuererZeit dcrBügel bei der Cavalerie weggelassen worden und der Ladestock am dünnenEnde mit einer Öse versehen, in welche ein am Bandelier befestigter Riemen geschleift wird.

Ladislaw (poln. Könige), s. Wladislaw.

Ladögasee, der größte Landsee Europas, im nordwestlichen Rußland zwischen denGouvernements Petersburg, Olonc; und dem Großfürstenthum Finnland, ist 25 M. lang,l 5 M. breit, und nimmt einen Flächenraun! von fast 300 IHM. ein. Er ist voller Untiefen,Klippen und Sandbänke, welche die Schiffahrt auf ihm, zumal bei den fast unausgesetztherrschenden heftigen Wirbelwinden, die von seinen steilen und felsigen Ufern herrühren,sehr gefahrvoll machen. Zur Erleichterung derselben hak Peter der Große den Ladoga-kanal, der von Schlüsselburg über Neuladoga bis zur Mündung des Swirflusses forkge-führk ist, graben lassen. Übrigens ist der Ladogasee, der in seinem Südtheile viele Gras-werdcr und Dünen hat, die unzähligen Robben zum Aufenthalt dienen, reich an schmack-haften Fischen und ausgezeichnet durch Wasserfülle, indem er die Abflüsse des Saimasees(den Wuoxa), des Onega (den Swir) und des Jlmensecs (den 1000 F. breiten Wolchow)und noch gegen 70 andere unbedeutendere Quellflüsse in sich aufnimmt, während er mireinen Abfluß hat, nämlich die über Schlüssclburg gehende, bei Petersburg in den Finni-schen Golf mündende Newa. Durch künstliche Wasserstraßen, wie den erwähnten Kanal,und die damit zusammenhängenden Gewässer steht der Ladogasee mit dem Kaspischen Seeund mit dem Weißen Meere in Verbindung, und ist also für die Schiffahrt des ruff. Reichsvon außerordentlicher Wichtigkeit.

Laden, ein Sohn des Okeanos und der Tethys, war Flußgott Arkadiens, Gemahlder Stymphalis und Vater der Metope und Daphne.

Ladrönen oder Dieb sin sc ln heißen die 1620 Eilande unter dem I 3 °20°nördl. Br., welche die nördlichste Inselgruppe bildend, nordöstlich von den Philippinen inschnurgerader Richtung von Süden nach Norden sich reihen und zusammen einen Flächen-inhalt von etwa 58 OM. umfassen. Ihren Namen erhielten sie 152 l von ihrem EntdeckerMagelhaens wegen des Hanges zur Dieberei, den er an den Eingeborenen wahrnahm;später wurden sie auch Lazarusinseln und von den jesuitischen Missionaren, die >667unter der vormundschaftlichen Regierung der Königin Maria Anna von Ostreich, der Mut-ter Karl's II., sich hier ansicdelten, zu Ehren derselben Marianen genannt. Sie besitzenalle klimatischen Vorzüge der am meisten begünstigten Südseeinseln, sind gebirgig, hinläng-lich bewässert und bewaldet, fruchtbar an Reis, Mais, Baumwolle und Indigo, und voneurop. Hausthieren, z. B. Pferden, Schafen, Eseln, Schweinen und Hirschen, Hühnern,