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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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ropa auffoderte, zu seiner Unterstützung nach den Inseln zu kommen, weil eine ansteckendeKrankheit viele Ordensglieder weggerafft habe, bestimmte L., seinen längst gehegten Planauszuführen und Missionar zu werden. Nach seiner Ankunft auf Martinique im I. 1694erhielt er die Verwaltung des Kirchspiels von Makuba, welchem er zwei Jahre Vorstand,worauf er nach Guadeloupe gesendet wurde, um dort auf einer Besitzung des Ordens eineWassermühle erbauen zu lassen. Später wurde er Generalprocurator der Mission, in wel-cher Stellung er nun Gelegenheit fand, seine Thätigkcit vollständig zu entwickeln und zu-gleich durch seine mathematischen Kenntnisse der Regierung vielfach zu dienen. Auf seinenMissionsreisen untersuchte er die Inseln und bei dem Angriffe der Engländer auf Guade-loupe im 1.1703 erwies er seinen Landsleuten als erfahrener Ingenieur große Dienste, iAls er 1705 in Angelegenheiten des Ordens nach Europa gesendet wurde, ergriff er diese ^Gelegenheit, um die Umgegenden von Cadix, wo er landete, und die Küste Andalusiens bisGibraltar geometrisch und wissenschaftlich zu untersuchen. Auch Italien besuchte er in An-gelegenheiten des Ordens. Von 17.15 an, wo er aus Italien zurückkehrte, lebte er in Pa-ris, wo er im KlosterRue du Bac am 6. Jan. 1738 starb. Von seinen Schriften nennen wirNouveau vo/sge aux lies de I'^iueri^ue" (6 Bde., Amst. 1722, 4.und oft.; deutsch vonSchab,7Bde.,Nürnb. 178288);V»)-it8eenRspsgneet1tsIie"(8Bde.,Amst. 1730;deutsch von Tröltsche, Amst. >75862) undNouvvlle relatiou de I'Xkrigue occidsntsle"(5Bde.,Amst. 1728); die von ihm nach denlilömoires" des Labrue herausgegebeneVo^ag« du ckevalierRssmarcbsis en 6uinee, uux lies voisiues eta <7»)-enoe" (4 Bde., Amst. !1730) undRelation bi»tori<iue cle I'Rtkiopie oocidentale" (5 Bde., Amst. 1732); fer- lner die aus dem Italienischen des Capuciners Carazzi übersetztenNemolres <iu ckevs- iI!er 6'^rvieux" (5 Bde., Amst. 1705). Ihm zu Ehren wurden einige Bäume aus dem IFliedergcschlechte auf der Insel Cuba und aus Cayenne nach seinem Namen benannt.

Labö (Louise Charly, Dame Perrin genannt), eine der ausgezeichnetsten älternfranz. Dichterinnen, geb. zu Lyon 1526, erregte schon frühzeitig durch ihre ungewöhnlicheSchönheit, durch ihr Talent für fremde Sprachen und ihr männliche- Wesen die Bewun-derung der Zeitgenossen. Nicht zufrieden mit dem Ruhme, besser Pferde zu bändigen undmit Lanze und Schwert umzugehen als mancher Ritter, nahm sie, kaum 16 Jahre alt,1542 an der Belagerung von Perpignan Theil. Man nannte sie Capitain Loys, und ihrtapferes Benehmen wurde von mehren Dichtern besungen. Als der Dauphin die Belage-rung von Perpignan aufgab, kehrte sie nach Lyon zurück und vermählte sich mit EnnemondPerrin, einem reichen Kaufmann und Seiler. Von dieser Zeit an lebte sie ganz der Dicht-kunst und Musik; ihr Haus war der Sammelplatz der ausgezeichnetsten Dichter, Gelehr-ten und Künstler, und noch jetzt heißt die Straße in Lyon, in der sie wohnte, rue de belleeordlere, ein Name, den dieselbe mit Beziehung auf ihres Mannes Gewerbe schon bei ih-ren Lebzeiten erhielt. Sie starb zu Lyon im März 1566. Die voneinander sehr abweichen-den Zeugnisse ihrer Zeitgenossen über sie kommen darin überein, daß sie als Künstlerin inhohem Ansehen stand, aber nach der allgemeinen Sitte ihres Landes und Jahrhunderts sehrleichtsinniger Natur war. Ihre Gedichte, bestehend aus drei Elegien, die wahre Meister-stücke sind, 24 Sonetten, darunter eines in ital. Sprache, und einer AllegorieHebst de I»tolle et de l'ainour" erschienen zuerst l555 zu Lyon (neueste Aufl., Lyon 1823). EineBio-graphie und Charakteristik von ihr lieferte Ruolz (Lyon 1750).

Labedoyere (Charl. Angelique Huchet, Graf von), ein Opfer der Reaction von1815 in Frankreich, stammte aus einer alten Familie in der Bretagne und wurde am l7.Apr. 1786 zu Paris geboren. Im Alter von 20 Jahren trat er in die Gendarmerie derArmee und wohnte den Feldzügen von 1806 und 1807 bei. Als Adjutant des MarschallsLannes befand er sich > 808 in Spanien und erhielt bei Tudela eine schwere Wunde. Nachseiner Heilung ging er im folgenden Jahre zum Heere nach Deutschland, zeichnete sich beider Einnahme von Regensburg aus und wurde nach der Schlacht von Eßlingen Adjutantdes VicekönigS Murat. In dieser Eigenschaft, mit demGrade eines Escadronchefs, wohnteer dem Feldzuge von >812 bei. Am Vorabend der Schlacht bei Lützen erhielt er von Na-poleon den Befehl über das 112. Infanterieregiment, an dessen Spitze er auch bei Bautzenund im Gefechte bei Goldberg am 23. Aug. 1613 kämpfte. Schwer verwundet kam er nach