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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Kynast L)r1v sieison

rechten Hand ein feindliches Schiff, um es zurückzuhalten, faßte dasselbe, als ihm diese al>< !gehauen wurde, mit der linken, und als er auch diese verlor, zuletzt noch mit den Zähnen,fand aber bald darauf seinen Untergang.

Kynast, eine dem Grafen Schaffgotsch gehörige'Standesherrschaft im HirschbergerKreise des Regierungsbezirks Liegnitz der preuß. Provinz Schlesien, durch welche ihr Be-sißer einen Anthcil an den drei Curiatstimmen auf dem schles. Provinziallandtage hat, führtihren Namen von dem durch Sage und Gesang vielfach verherrlichten Bergschlosse gleichesNamens im Niesengebirge, welches von Herzog Bolko I. > 292 erbaut, von Bolko II., Her-zog von Schweidnitz und Zauer, dem tapsern Ritter Gotische Schof (Gotthard Schaf) )übergeben und l675 vom Blitze zerstört wurde. Die romantisch gelegenen, ziemlich guter- 'shaltenen Ruinen vom K., auf einem bewaldeten Granitfelsen, 1847 F. über dem Meere,der nordwärts sanft, südlich Mil in den Höllengrund hinabfällt, umfassen oben das alteWachthans als Eingang zur Burg, und im Innern die Reste der Kapelle und des Trink-saals, die Küche, dich Ställe, das Pulvergcwölbe, den Garten, drei tiefe Brunnen und denbestcigbar gemachten Thurm. Außer einem herrlichen, ebenso deutlich als vielfach sich wie-derholenden Echo genießt man von hier eine entzückende Aussicht in das schöne HirschbergerThal. Nach der Volkssage lebte einst in diesem Schlosse ein Fräulein, die Erbin großerBesitzungen, die aus Männerhaß oder, nach einer andern Sage, auf Geheiß ihres Vaters,nur dem Ritter um ihre Hand zu werben gestattete, welcher auf der schmalen Burgmauerdas Schloß zu umreiten den Muth hätte. Viele hatten diese Probe mit dem Leben gebüßt,bis endlich ein Herzog zu Sachsen den Ritt glücklich vollbrachte, aber als ihm das Fräuleinliebeglühend entgegenkam, höhnend erklärte, daß bereits eine Andere sein Herz besitze. Auchsoll auf diesem Schlosse zu dem Grafen Schaffgotsch einst ein Wahrsager gekommen seinund ihm den Tod durch Henkershand verkündigt haben, so gewiß als das Lamm, das vorihm weidete, vom Wolfe würde gefressen werden. Der Graf lachte und ließ das Lamm so- »gleich schlachten, aber ein zahmer Wolf im Schlosse, der sonst nie etwas zu rauben pflegte, ^stahl den Braten weg und verzehrte ihn. Derselbe Schaffgotsch aber wurde, als ein An-hänger Wallenstein's, 1633 zu Regensburg enthauptet.

Kynosarges hieß das ursprünglich dem Hercules geweihte Gymnasium in Athen,zwischen dem Lyceum und Lykabettos, worin Antisthenes (s- d.) lehrte.

KyNvskephälä (griech.), d. h. eigentlich Hundsköpfe, war der Name zweier Hügelbei Skotuffa in Thessalien, östlich von Pharsalus, wo der makedonische König Philipp II. ldurch die Römer unter T. Quinct. Flaminius > 97 v. Ehr. eine völlige Niederlage erlitt.

Kynosüra hieß die Nymphe vom Berge Jda, welche den Jupiter erzog und nachherin das Gestirn des kleinen Bären versetzt wurde. Nach diesem Sterne richteten sich die ^Phönizier bei ihren Schiffahrten, weshalb noch jetzt Kynosur gleichbedeutend mit Leit-stern gebraucht wird.

Kypsölus, ein früherer Herrscher von Korinth, um 669 v. Ehr., der von seiner Mut-ter als Kind in einem Kasten oder einer Lade verborgen und glücklich gerettet worden war, 'als die damalige Regentenfamilie der Bacchiaden ihn zu ermorden versuchte. Dieser soge-nannte Kasten des Kypselus, der ursprünglich zur Aufbewahrung der Schätze dienteund später von den Nachkommen des K. im dankbaren Andenken an die wunderbare Er- zrettung ihres Ahnherrn in dem Junotempel zu Olympia als Weihgeschenk niedergelegtworden war, wo er noch am Ende des 2. Jahrh. n. Ehr. sich befand, wurde im Alterthumeals ein vorzügliches Kunstwerk betrachtet. Derselbe bestand aus Cedernholz, war von be-deutendem Umfange und ringsum in fünf übereinanderlaufenden Streifen mit Figuren ver-ziert, die theilS aus dem Holze herausgearbeitet, theils aus Gold und Elfenbein eingelegtwaren und meist Scenen aus der heroischen Mythenzelt darstellten. Die Figuren warendurch Inschriften in Versen erläutert. Vgl. Heyne,Über den Kasten des K." (Gott. 1770)und Ciampi,Leseririone llella c»5«s <ji tlipselo" (Pisa I8l4).

ÜMe eleison, d. h. Herr, erbarme dich! sind biblische Worte- die seit dem 4. Jahrh.zu einem in der christlichen Kirche gebräuchlichen Gebete wurden, das Sylvester l. in dieabendländische Kirche einführte und Gregor I. erneuerte. Sie bilden den ersten Satz der