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©naljteit (gtnttS Sfttfoine #etm, =£Kt$08 «onj
9?of)an=9?orf)efott ging er I 804 nach ©ftenhcim im Babifchen, oermäf)lte ftd^ heimlich mitihr unb lebte bafelbff al« fPrioatmann. Um biefe Seit mar Bonaparte Slachflellungen aller9lrt auögefegt; boct> ber Eerjog non 6. enthielt ftct> jeber Sfjeilnabme an benfelben, o'bwoler barunt gewuft haben bann. 3ubef tjatte Bonaparte in ben Bcfenntniffcn eine« gewiffenQuerelle fowie in bem Bon bem ©ewürjfräntcr Philipp auSgelieferten Briefwecbfel 581!=djaub’S «nb 5Dlargue’rite’S mit ben föniglichen 5prin$en, einige Slnbcutungen gefunben, baflegtere einen 5))lan entworfen, ftch be« frans- &i)ronS ju bemächtigen, baf 5))id)egru, bie E £ t*Soge Bon fPoligttac u. 91. an ber ©pige ber Unternehmung fiänben unb baf ßnglanb fleutiterflüge. Sluch Bermuthete feine geheime fPotkei, baf ber >f)erjog Bon 6. Berfleibet infPari« gewefen fei, wa« ftd) jebocf) fdjon Bor ber Berhaftung beffelben al« unwahr erwies.Surd) einen ©pion warb überbie« bem ©taatSratfje SJteal, ber bie Unterfuchung biefer S3er=fchwörung $u führen hatte, bie falfd)e 5)?achricf)t mitgethcüt, baf 6. in Begleitung be« @e=ncral« Qumouriej öfter geheime Steifen mache. Bonaparte glaubte nun, ftd) be« ^»erjog«bemächtigen ju muffen, au« beffen papieren er nähere« Sicht ju erhalten hoffte. 3« bem@nbe warb ber ©eneral Srbener nad) Strasburg gefcf)ieff, welcher bie Berhaftung be« £et=jog« unb aller ^3erfouen feine« (befolge« einem ß«cabton«d)ef Bon ber (Senbarmerie über«trug. 6. würbe jwar gewarnt unb Bon feiner @emal)lin befchworen, auf feine SicherheitBebaut ju nehmen; allein nid)töbeftomeniger blieb er ruhig in ßttenheün. Stachbem Sr*bener am 14 . 501ärj burd) ©enbarnten bie Sage be« Eaufe«, welche« ber -fierjog tn Gtten*heim bewohnte, hatte auSfunbfchaftcn laffen, lief er in ber barauf folgenben Stacht baffelbeburch 3—400 501. umringen unb ben Eerjog, ber ftd) Bergeben« gegen bie Übermacht juBcrtheibigen fud)te, nebft feinem (Befolge unb feinen Wienern Bcrhaften unb nach Strasburgführen. ®ic« Stile« gefdjah mit foIct>ci: Gilfcrtigfeit, baf man ben (Befangenen nicht einmalerlaubte, ftch bölltg anjufleiben. 9lnt 50lorgen be« 18. würbe bie Steife mit bemEerjog nad)fPari« fortgefegt. 211« man am 20 . gegen Slbenb Bor ben -El) or tn ber >?)auptflabt anf'am,fanb man ben Befehl Bor, ben (Befangenen nad) Bincemte« jit bringen, wo er nach einemGonfu(arbefd)luf, bem ftd) SantbacercS anfang« wiberfegte, burch eine 50lilitaircommifftongerietet werben follte. 2lud) 59luraf, ber al« ©ouBerneur Bon fPari« biefe ßomntiffion juernennen hatte, foll bet Bonapartc Borflellttngen gemacht haben. fPräftbent ber ßommiffton,bie ftch am 2lbenb be« 20 . ju Bittcenne« Berfammeltc, war ber ©eneral -ftullin; bie ©cn=barmen coinntanbirtc ©aBarp, ber nachmalige -fbcrjog Bon StoBigo. ßrfcfjöpft Bon jungerunb ßrmübung, war ber -fberjog faunt eingefchlafett, al« man ihn um 11 Ul)r in ber Stachtweifte unb Bor ba« Kriegsgericht führte, welche« au« acht Dffaieren beflanb. 2lnfangS itn=fchlüfftg, fällten fic um 4 Uhr SOlorgen« ba« SEobeSurtheil, weil 6. eingeftanb, baf er bieSSaffett gegen granfreich getragen habe unb baf er Bon ßnglanb monatlich 150 ©uineenbefontme. 3njWifd)en war ber ^räft'bent Eullin hoch nicht abgeneigt, wegen einer fPrioat«aubienj, bie ber Eersog bei bent erften ßonful wüttfd^fe, an biefen ju berichten, al« ©aBarp,ber hinter be« 5Präftbenten Stuhle ffanb, erflärte, ba« ©efd)äft berSomtniffton fei gcenbigt.Schon eine halbe ©tttnbe barauf lief ©aBarp ba« Urttjeit im ©raben be« ©chloffe« burd)©enbarnte« b’ßlite Boll$ichen. 5Dlif Bieter gaffung ftetlfe ftch 6. ben ©etibartncn gegenüberunb fiel mit ben äBorten; „SBohtan, meine greunbe!" Slach ber Slngabe gleurp be ©habott»Ion’«, be« ßabinetsfecrctair« Bonaparte’«, war biefer, jumal ba feine ©emahlin unb ihreTochter .ftortenfe, auch Sambaccrc« unb Berthier bie bringenbflen Borflellungen über bieSlufsloftgicit ber Berurtheilitng 6.’« machten, noch fdfwantenb, al« fdjon bie SEobeSnachrichtanfam, unb tn ber^hat fonntc er ein fo fchnelle« Berfahren nicht erwarten, ba er Slcalbefohlen hatte, ben .^»erjog $u Berhören. 3n feinen „Memoires" befdiulbigfe StapoleonSEallepranb, baf er ihm ben Brief 6.’« erft nach ber Einrichtung gegeben habe; allein @.hat feinen Brief gefcfjrteben. ©anarp’« ©djrift „Sur !a catastrophe de M. le duc d’En-ghien" (^)ar. 1823 ), welche auf SEaEepranb ben Berbad)t ber jEhtünahme warf, Beranlaffemehr al« 20 oerfchiebene Schriften, hoch SEallepranb wufte ft^ bet SubwigXVlII. ju recht*fertigen. Supin hat bie Slctenflüf e befannt gemacht unb ba« ©efegwibrige in bem Ber=fahren ber Bon 50lurat ernannten 50iilitaircommiffion aufgebeft, wa« audh ber ©encralEitUin fclbft öffentlich jugab, nad) beffen Behauptung bie ©djutb, bie Bolljichrtng be« Ur*tfjeil« befchleunigt ju haben, ganj auf ©aoarp fänt. Slach ber Steflarautton würben bie ©e*