®ncIaoett dnchflofiäbte 703
■ unb mürben tut >&aufe feines ©önnerS, bes ^erjogS Bon Sllba, mirflid) bargeffellt, ja fi. felbfltrat barin manchmal in ber 9folle bes SuffigmacherS (Gracioso) auf. ®urd) fte marb er bereigentliche SSater bes [pan. ®ramaS im engem Sinne, b. f). bramatifd)er Äunfigebichte, bienicht-me£)r bloS in Serbitibung mit religiöfen geierlirfffeiten ober SolfSbeluffigungen in berjUrdje ober auf bcm SÄarfte, fonbern auf einer orbentticfyen Sühne mit theatraliffhem Slp*parat unb Bor einem gebilbeten publicum bargeffellt mürben, unb ba bie Sluffüffrung feineri Stüffe halb auch öffentlich Bor einem gröfern publicum mieberijoit mürbe, fo läjjt ffd) baS3af)t k er ©roberung ©ranabaS, 1492, zugleich als baS ber Einführung beS itunffbramaS(comedia) in Spanien mit ziemlicher Seftimmtheit bezeichnen. Slud) biefe bramatifcben©ebidffe E.’S ffnb t£>eilS noch geiftlichen, theilS fchon melflid)en 3nhaltS; foffnb bie alternnoch eine SRpfferien, b. h- bramatifche Darflellungen bibliffher ©efd)id)ten; anbere aberbehanbeln fchon Siebesthemata. Sin ihnen zeigen ffd) recht augenfällig bie gortfd)ritfe, bieber ®icf)fer felbfl allmälig in ber .Runff unb biefe burd) ihn gemacht hat. Sloch hat «tan Bonihm eine oerffffcirte Sefcffreibung feinet Seife nach Serufalem „Tribagia, 6 via sagra deHierusalem" (Som 1721 ; julejst SRabr. 1780), bie aber ol)ne poetifd)en SSSerth ifl-
©nclaöen ober Parcel len heigen Heinere Staatsgebiete ober Sh e ^ e eines Staats*gcbiets, melcf)c Bon einem anbern Staate rings eingefchloffen ffnb. So mar bie ehemaligepäpfflidje Sefffsung, ©raffchaft Slnignon unb SSenaifftn, ganz in granfreid) enclaoirt; be*fonberS häufig aber maren bie Enclaoen im ®eutffhen Seid)e. Sei ber Stiftung beS Shein*bunbeö mürbe jmar eine groge Slnjahl ber Keinem Staaten, melche Bon anbern umffhloffenmaren, ber fianbeSffoheit ber legtern untermorfen (mebiatijirt); auch fudffcn bie fouoeraingemorbenen Staaten burch SluSfaufchungen ftch ber Reiben 2h e *len läffigen Enclaoen mög*üd)ff ;u enflebigen. SlEein noch immer blieben, befonberS im nörblictjen Seutfdjlanb, fef)rI Biele übrig, bie auch ber Eongreg ju SBien im 3- 1815 nicht ju befeitigen oermochte, ja zum2t)eii Bermehrte, inbem nun bie anljaltinifchen Sanbe, bie untere ©raffd^aft Schroarjburgunb baS fachfen=meimar. Slmt Slllffäbt preug. Enclaoen mürben, fobag Preußen gegenmär»i fig in ®eutfd)lanb bie meiffen Enclaoen hat, obfchon eS fortmährenb bemüht mar, fo zule&tnoch im 3- 1834 burch btt Ermerbung bcS ju Sachfen=Äoburg=©otha gehörigen gitrffen*thurnS Si^tenberg, biefelben ju Berminbern. SefonberS tjinberlich ffnb bie Enclaoen bei Soli*einrichtungen, inbem ffe fafi nothmenbigermeife unter baS Slbgabcfpffcm beS umfcffliefenbenStaats gejogen merben müffen, maS nicht nur ein Eingriff tn bie SouBerainetät beS einge*ffhlofftnen ©ebietS zu fein fcffeint, fonbern auch ben Untertanen beffelben hoppelte Steuernauflegt, meil ffe, baoon ausgenommen, baS ganze Spjtem beS cinfchliefenben Staats aufeine fcfjr empffnbliche SBeife ffören. ®ieS zeigte ffch namentlich 1818 bei ber EinführungbeS preug. SollfpffemS, beffen ©renzlinie nothmenbigermeife mit um bie anhaltiniffhen Sanbegezogen merben mugte, maS 1821 unb 1822 Differenzen zmifcffen ber ilrone fPreugen unbbem ^erzöge Bon Slnhalt=üöthen herbeiführte, bie erff 1828 baburch Böllig befcitigt mürben,baf 3lnhalt=äföthen unb 2lnhalt=®effau bem preug. Soüfpffeme beitraten.
©nröniten ffnb Strahlthiere (f.b.) beSSReerS, bie mit SluSnaffme Bon etmajmei, übrigens fel>r feltenen Slrten, nur Berffeinert gefunben merben, einen fternförmigen! Seib haben unb mittels eines fef>r langen geglieberten Stiels an ben Soben angemachfen| ffnb. 3n ben SReeren ber Sormelt müffen ffe in unüberfehlichec SRenge oorffanben gemefenfein, inbem ihre Seffc, namentlich bie Stcelglieber (bie fogenannten SiffhofSpfennige) imSRuffheffalfe ganje Serge bilben unb nicht minber in ber ©raumaffe mancher ©egenben,fomie in gemiffen SRarmorarten baS Borherrfchenbe SRaterial abgeben, gut ©eognoffe unbS3etrcfactfnlunbe ffnb ffe fel)t michtig unb baj)er Bon SRiller, ©olbfug, ^artinfon u. St. genaubefchrieben morben. SRanfennt über 70 oerfdffcbene Slrten.
©ttCffflopähie (griecff.) bejeichnete urfprünglid) ben Snbegriff unb it'reiS aller berje*nigen Äenntniffe unb gertigfeiten, ber fogenannten greien Aünfle (f. b.), in melche« bie’ alte SB eit bie SSilbung eines freigeborenen SRenfcffen umfdjloff. Später mürbe baS SBorf• Born Seben auf bie SBiffenfdjaft übergetragen unb Bon jeber jufammetthängenben Überffchtfomol beS gefannnten ©ebietS menfchlicher SBiffenfchaft (UniBerfalencpflopäbie)alSauch einzelner gelber berfelben (fParticularencpflopäbic) gebraucht. DaSS3ebürf=niff folcher Überffchten mürbe fcfjon in fchr früher Seit theilS zum Schuf einet nach feffcn