ß 94 ©tttetifuS ©nteftca
beten b«nnoö. Sanbroflei Slurid), btc bebeufenbflc H<tnbelSjlabt beg ätönigreichS, unmeit bet©mS, bie in frühem Seiten unmifteibar an ber Stabt »orüberflofj unb unterhalb berfelbenfid) in ben ÜReerbufen ®odart ergiefjf, tfl eine moblgebaute Stabt mit burdjgetjenb mafftoen•Käufern unb bejletjt aus »ier -fjaupttfieiten, ber 5lltfiabt unb falbem, ber S5oltentt)orS= unbber ©euentborö»orflabt. Sie mirb »telfach »on Kanälen burdjf<f)nitten, bie mit ben Seichenim SBefien ber ^>ro»ing in ©erbinbung fielen unb mehr als JO ©rücfen jur ©erbinbung betStabttbeile nöt^ig gemacht haben, unter benen (td) bie ©atbbauSbrücfe über ben ®elf unbbie Jlettenbrücfe über ben galbernelf auSjeicbnen. Unter ben öffentlichen ©ebäuben finb tuermähnen baS ©atbbauS, 1574 nach bemfOlufier beS antmerpner erbaut, mit einer ©üft*fammer; baS 1821 erbaute Slmtbauö, baS SodijauS unb baS SBaifenfjauS; unter ben achtÄirci)en, mit ©infcbluf ber jüb. Synagoge, bie bem {»eil. SoSmug unb ®amiamuS gemeinte,1 455 erbaute grofe reformirfe Jtird^e mit mehren ®enfmalen, bie gefd)macf»ode fati)olifd)e-<?ircf>c unb bie 1774 erbaute protefiantifche Äitche. ®te Stabt tjat ein föniglicbeS ©pmna*fium feit 1836 unb ©lementarfchulen für ade ©efenntniffe, eine ©ntbinbungstehranflaltunb eine ©emerbfcbule, jmei naturforfrfjenbe ©efedfebaften unb einen fßerein für bitbenbe•Ranft unb »ater(änbifd)e SHtertbiümer, ber in S5ejt§ meiner merfb»oder ©emälbe ift. ®te3al)l ber ©inmobner beläuft ftd) auf 12000, bie ber ©tehrjabl naef) ber reformirten 5bird)eangeboren. Unter ben ©tmerbSjmeigen flehen ber $anbel, namentlich ber Seebanbel unbbie Sd)iffaf)rf oben an. ®er Slcfiö^anbet befd)ränft ftd) auf bie ©erfübtung einbeimifeberfProbucte unb gabrifate, namentlich ©etreibe, ©utfer, Ääfe, Srotrn unb Siegel. ®ie Stabt»ermittelt bie Hälfte beS ©erfebrS »on ganj SflfrieSlanb, unb fleht nach auffen »orjüglicbmit Hodanb, ©elgien, Hamburg unb ©remen in ©erfebr. Sluferbem bilbet ber gering««fang an ber frfjot. Äüfle einen HouptnabritngSämeig. ©ad)bem ftcb bie frühere ^eringSft*fcbercicompagnie 1811 aufgelöfl, bilbete ftef) 1814 ein neuer berartiger ©erein. ©in £eud)t*tburm mürbe »on ©. fdjon 1576 auf ber Snfel ©orfum errichtet; auch befleben in 6. eine©a»igafiongfcf)ule unb cine3lffecuranjcompagnie für Seegefabren. ©äcbflbembatbie Stabtaud) anfebnltd)e©efsftricfereien, Segeltucbfabrüen, ©erbereien, Sfrumpfmirfereien, ©rannt«meinbrennereien unb ©rauereien unb $abrifen in Sroitn, Stärfe unb SabacE. Sie mürbe,naebbem fie ftcb gegen ©nbe beS 16. 3abrb- ber Herrfcbaft ber ©rafen »on Dflfrieötanb ent»tebigt, unter bem Schube HodanbS jur freien ©eicbsflabf, morüber aber fortmäbrenbe Hän*bei jmifdjen ber Scf)u|macbf unb ben ehemaligen Herren flattfanben. 3m 3- 18 °6 fam fiean Hollanb, 1819 an granfreid), 1814 an ^)reujjen unb 1815 an $anno»er.
©tltettfuS bi c Ü & e * ben ©ömern ein Solbat, melcher feine Seit auSgebient b^tte unbnicht meiter jum JtriegSbienfie »erpflicbf et mar. äBie bie © e t e r a n e n (f. b.) fo ftanben auchbie ©mertfi unter ben Äaifern in grof em Slnfehen, Später hat man biefe ©enennung auchauf bürgerliche ©erbältniffe übergetragen unb »erfleht gemöbnlich unter ©meritug einenlangjährigen treuen SfaatSbiener, ber SllferS halber in ben ©ubeflanb »erfegf morben ift.
®tlt(ffa, eine uralte Stabt in Sölefprien amDronteS, mar in frübefler Seit Houptflabteines eigenen ©eicbS. Später fam fte unter bie Herrfcbaft ber ©ömer, bie eine röm. ©oloniebabin führten. Sie mar berühmt megen ihres Sonnentempels, »on bem ber röm. ÄaiferHeliogabaluS, ber hier geboren mürbe, ben ©amen führte, meil er bie Stelle eines Dber*priejlerS beS Sonnengottes (fprifd) ©lagabal) an bemfelben befleibete. 3m 3-273 beftegtehier ber ätaifer ®omitiuS SlurelianuS bie Königin 3 e n o b i a (f. b.), ju beren ©eich 6- eben*faES gehört batte, ©ach bem Sturze ber röm. ^)errfcbaft tbcilte 6. baS Schidfal ader fpti*feben Stäbte. Unter »ielen burdb Kriege berbeigeführten Seiben unb ®rangfalen fiel cS nacheinanber in bie £önbe ber Araber, Ärcujfabrer, Selbfcbucfen, ©longoten, ©lamelufen unb ju*le^t ber dürfen, bie eS noch gegenmärtig befben. Jtein ®cnfmal feiner alten ^errlidjEcit iftflehen geblieben, ©egenmärtig, bemS genannt, ift eS nach oriental, ©egriffen eine burrfjSl^erbau unb ©emerbe blübenbe Stabt mit ungefähr 20000 ©inmobnern.
©mefteft (griech-) ober ©red)mittel nennt man biejenigen Stoffe, burdbSlnmenbung baS ©rbreetjen als Heilmittel ber»orgerufen merben fod. Hierher gehören bie©teerjmiebet (Squilla maritima), Hafelmurjel (Asarum europaeum), 3pecacuanl)amurjel(Cephaelis Ipecacuanha), ber ©rechmeinftetn (Tartarus emeticus ober Tartras kalico-stibicus), SinfBitriol (Zincum sulphuricum) unb ätupfersifriol (Cuprum sulphuricum).