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4 (1845) D bis Entern
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590 ©hefeetloBttiffe ©fite

lebcnS, eine fogcnannfe ©Reibung »on SEifc^ unb S3etf, gefiaftet, bei ber aud) feer unfdjulbigeSEt>eit ftd) nicht wiefeer »erheiraten barf. (Sine 3ßieber»erheirathung ift bloS bann geftattet,wenn bie Ef)e für nichtig, b. i. gar niefjt »orhanben, erflärt wirb, was wegen SroangS, 33e-trugS, SrrtljumS in wefentlicfjcn fünften, einer frühem Ehe, eineö ©etübbcS ber Äeufchheit,wegen unfeufdEjen Umgangs miteinander wäfjrenb einer frühem anberweiten El)e mit demSOerfr>rerf)en, fid) bei bem Sobe beS andern (Regatten ju heiraten, wegen 9)iorbö an einemfrühem ©atten unb ju naher Sßerwanbffchaft gefchefjen fann. ®ieprote|iantifc£)ei£irci)ei)icitfid) an feie Sefjre ©fjrifli unb, indem fte bie Ehe »on ifjrcr moraliften ©eite auffafte, iäjjtfte die ©ijefdjeibung eintreten, nicht bloß wegen Untreue in ber finnlicfyen 33ebeutung, fonbernauch wegen böslicher 23erlafjung, b. I). wegen (Sntfernung otjne bie Slbftcht ber 3h"tc£fel)r,wegen Stadifrellimgen nacb) bem geben, grober unb lebensgefährlicher SKiShanblungen, 2Ser=urtbeitung ju cnteijrenben ©trafen, 3uci)fi)au$ »on Tangerer ®auer, unb endlich feibft wegenblofer Un»erträgiid)feit ber ©cmütbSart, un»ertilgbaren paffes unb SöiberwiUcnS, jebod)nidjt iDejfen, ber bie ©djeibung »erlangt, denn biefer fönnte fotdjeS eines andern e^efereefjeri-fd)en f)ManeS halber bloS »orfc^ü&en j auferbem auch wegen unordentlicher gebenSwcife,burch Weldjc ber ®tann.ftch in die Unmöglichfeit öerfejjf, bie Pflichten beS 23efd;ü§erS unbErnährers ju erfüllen. Überdies hot man noch angenommen, $.33. in Schweben unb in dluvhelfen, bajj ber proteflantifche£anbeShcrr Eheleute, wenn fie beide barum bitten, aus oberflbt-fchöflicfjer SWadjf fcfjctfeen fönne, was eigentlich nur als eine 33efiätigung der factifchen £ 0 =jung ber (Sfw toon ©eiten beS Staats unb der jhrdje anjufehen ift. 2lm richtigfien wirb wolbie Sache aufgefaft, wenn man als ^rincip annimmt, baf 3lllcS jur Trennung berechtigt,was bem einen Steile offne ©cEjulfe »on feiner Seite jur wahren Unmöglichfeit macht, gegenden 2lnbern noch Sichtung unb 33erfrauen ju hegen. 33lofeS Uuglücf aber, wie Jfranfheit,Slrmutf) unb andere geiben, müffen 33eibe miteinander tragen, fo fcfjwer eS auch fallen mag.So find auch ungefähr bie SdjeibungSurfachen im preuf. 3lllgcmeincn gaubrcchte befiimmt,nur bajj wegen 3Baf)nftnnS beS einen STheilS, unb auf den ©rund gegenfeitiger Einwilligungfinberlofe Ehen gefchieben werben bürfen. ®er neuerlich in $>reufen jur SBeröffcntlicfjunggelangte Entwurf eines ©efe^cS über Ehefcheibung unb bie Strafen beS ®hebrudjs hat »iel*fachen äBtberfprucf) erfahren, da er theilS bie (extern fet>r hoch nornürten, 5 .33. für ben dop-pelten Ehebruch als üjfinimum fechS SJfonafe ©efängnif, teils feibft bei allgemein aner*fannten EhefdjeibungSgrünben, wie lebensgefährliche SDliShanblungen, erft ein* bis $wcijäh>rige Trennung »on 3üfd) unb SBeft »orfdjrieb, theilS endlich eigentümliche formen beS Ehe»proceffeS, 5 . 33. bie SSefiellung einesöcrtheibtgerS ber Ehe, einführtc. Sn England halt dieScheidung, welche nur bas DberhauS auSfpricht, fef>r fchwer, und eS müffen eine ©d)ctbung»on 2üfch unb S3eft durch bie geiftlichen ©eridjte unb eine mit Erfolg angeflellte Schäden*flage wegen criininal conversation »orangclien. Sn $ranfrcich wurde während ber 9iepu=blif bie Scheibung ben Eheleuten »öllig freigegeben; Napoleon h»b jedoch bie eigenmäcf)ti=gen Scheidungen wieder auf, unb imCode civil" wurden nur Untreue beS ÜJtanncS, berjebot mtr 631111 erf! untreu wirb, wenn er eine Soncubine in der gemeinfchaftlichcn SEofpnung gehabt hat, unb Untreue ber grau, SJtiShanblungen unb grobe Snjuricn, SScrurtheilungju entehrenden Strafen unb beiberfeitige Einwilligung, doch feieS nur, wenn der SWannüber 25 unb bie grau über 21 3aljrc alt ift, unb unter »ieltn görmlidjfciten, als gültige©rünbe ber Ehefcheibung anerfannt. Stad) ber fßefiauration wurde auch in Sranfreich biegänjlidje Scheidung burd) baS ®efc§ »om 28 . SOiai 1816 wteber abgefchafft.

©Ijeöerlötmiffe, f- ® P 0 n fa l i e n.

©hte >P bie Slnerfennung perfönlicf)en 2Bertl)eS. 59tan hat Ehre, infofetn man burchfeine Handlungen unb ©ejinnungen auf biefe Slnerfennung Slnfpnid) machen darf, unb inbiefer SBejiehung rebef man auch 01111 innerer Ehre, wäf)renb ber SluSbtucf: in Ehren flehen,mehr auf bie äujjerc Ehre fleh bezieht. E hr er b ie t u it g ift bie mit auferer Ehrenbezeigung»erbunbene Hochachtung gegen Höhere; Ehrfurcht ein höherer ©rab jener Hochachtung»erbunben mit Slnerfennung unb Unterwürfigfeit. Dft aber werben biefe SluSbrücfe bloS alsSRebenSarten ber Höflichfeit gebraud)t. ®aS mehr ober minder lebhafte 33ewuftfein Neffen,was man feiner Ehre fc^ulbig ift, helft Ehrgefühl, baS gemäfigte unb natürliche Strebennach Ehre Ehrliebe, baS ju lebhafte ober leibenfd)aftlid)e Streben aber Ehrgeij unb im