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4 (1845) D bis Entern
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mw @a$of

feine ©itelfeit Bereitete i(jn, jugteief) £utt>er in ben .Stampf ju jieben, inbern er im Pro-gramm jur ©ilputatton niedre S(nfidE)fen Butberl an griff. ®ie golge biefel geiehrtenJfantpfm, ber »om 27. 3uni 16. 3uit 1519 mährte unb ©.l Stebefertigfeif, aber auch nurbiefe bemunbern lief, mar ein heftiger Scbriftenmecbfel jmifdjen biefem, Sutf)et unbSJtelancb«tijon. 6 . öerJe&erte bie SBtttenberger allSutfjeraner" unb ging, ti)ei(l »on perfönlicbeutJpaffe, tbeill »on gugger(f. b.) angetricben, im 3- 1520 nad) 9tom, um ftrenge SDlaf«regeln gegen biefeiben ju ermirfen. SJiit einer S3erbammunglbulle gegen Butber unb mitbem Sluftrage, fte 51 t »erbreiten, fcijrte er jurücf, fanb jeboci) bamit an mannen Srten foernfien SBiberflanb, baf er j. 33. in Beipjig in bal Paulincrflofter filterten nutfte. Spaterftnben mir 6 . mieber auf bem Sieicfystage ju Slugiburg im 3- 1530, mo er gegen ben 5?et-jog SBilbelm »on SSaiern bie merfmürbige Sluferung tf)at,mit ben .Sircf)cnPd'tern getraueer flcE) moi bie Sluglburgifcbe ©onfeffion ju miberiegen, aber nid)t mit ber Sd)rift". -fpiernafym er auch an Slbfaffung ber bafijolifc^en SBiberlegunglfcbrift, fomie an ben SSereitii»gungloerfucbcn 3ii)cil, bie ftrf) an ben 3teid)ltag anfnitpften, allein ebenfo fruchtlos blieben,mie bie Sffeligionfgefprä^e juSBorrnm im 3- 1540 unb 51 t SbtegenSburg im 3- 1541, betmelden©, ebenfaltö gegenmärtig mar. ©rftarb 1543. ©ie Sucht ju glänzen unb eineSlioUe §u fpielen, ntuf all ber fjcroorftcrfjenbe 3ug feinel 61jarafferl bezeichnet merben, ne-benbei »ielieic^t auch ©elbgier; menigftenl fagt Suttjer:3ob- ©cf ift über mir reich mör*ben", mal fid) mit ©.l näljerm 23erl)ä(tniffe 51 t Bugger in SSerbinbung bringen liefe.

©äfjel (3of. -pilariub), einer ber griffen Stumilmatif er, geb. ju ©mersfetb in Unter*öffreief) am 13. 3an. 1737, oerbanfte feine gelehrte ©rjtefjuttg unb Slulbilbttng ben 3efui*ten, in beren Drben er fpäter eintraf. 9tad)bem er in bemfetben ber 0Jcif)C nad) »erfd)iebeneLehrämter befleibet batte, fam er all 2 ef>rer ber SScrebtfamfcit an bal 3 efuitencollcgiumnad) SBien. 5Met mar el, mo er, mit ber Slufftd)t bem SKünjcabinetl beauftragt, ©efd)macfan einem gadje bcs SBiffenl gemann, bal bureb tl)n tut SSijfcnfcbaff erhoben merben follte,naebbem er eingefeben, baf bie »orbanbenen nuntilmafifcben SBerfe in feiner SBeife genügenfonnten. Sei feinen Slrbeiten unter jiü$ten i^n bie zahlreichen Sammlungen SBienl, na-mentlich bal f'aiferlicbe SDtünjcabinet, bureb einen auferorbentlicben Steicbtbwm antiferSJlünjen. ©ine Steife nad) Stalien im 3- 1772 befeftigte bie bereite gemonnenett 2 tnfrcf)tertunb »ermebrte bureb bal 2lnfd)auen ber Stücfe felbfi btc tbm bereite eigene dfemttnif berattfifen SWünjen. Stad) feiner Stücffebr aus 3falien erhielt er in SBien mit ber Profeffurber Slltertbumefunbe bie 9litfftd)t über bas faiferlict>e SDfiinjcabinet. ©r ftarb ju SBien am17. 50fai 1798. Stadlern ©. junaebfl bureb feine ©inteitung in bie alte Stumilmatif bieSlufmerffamfeit aller ÜJiünjfrcunbe erregt, folgten halb gröfere SBerfe, in betten er jumSbeü bie ©rgebniffe feiner gorfebungen in ben Sttünjcabineten Stalienl, bie Selten-heiten bei faiferücben ©abinetl in SBien befannt machte, ©abin geboren bieNumi veteresaneedoti ex mtfseis Caesareo Vindoboneusi, Florentino etc." (2 S3be., SBien 1775, 4.) unbSylloge I. numorum veterum aneedotorum thesauri Caesarei" (SBien 1786, 4.). Sal©rgebnif feiner SCrbeitcn im SlUgcmeuten legte er in berDoc.trina numorum veterum"( 8 Sbe., SBien 1792 98, 4.) nicber, ein SBerf, meld)d noch gegenmärtig, frobbem bafmanche barin aulgefpro^enc Slnftcbten bureb neuere jorfebungen unb ©ntbeefungen »er«fd)iebenartige SSJiobiftcationen erhalten haben, all unerrcidjt bajlebt. Saffelbe enthält bal©efammtgebiet ber alten Sötün^funbe in ein miffenfcbaftlicb georbnetel SpPem gebracht,melcbcm bie gcograpf>tfcbe Drbnung §um ©runbe liegt, ©ingefireute Slbbanblungen übereinjelne ©egenftänbe ober über ganje Leihen »on SKünjen geben bem ©anjen einen um fogröfern SBcrtb, all babureb cineltbcill bie Sebanblung gerechtfertigt, anberntbeill Slnftcb-ten miberlegt merben, auf voeld)e man früher irrtümlich fufte. Slufer biefem fpftematifebenSBerfe »erbanfen mir ©. auch noch bett Äatalog bei fatferlidien ©abtnefl, ben er auf ©runbber 2?orarbeiten »on gröblich unb -Rl)cll cufammenflellte (Catalogus musaei Caes. Vin-<lob.", 2 23be., SBien 1787, go!.). ©af ©. nach bem ©rfdjeinen feinerDoctrina" unab*läfftg bemüht mar, auf bem einmal betretenen SBcge fortjugeben, bafür fprecbcn bieAd-denda ad Doctrinam etc." (SBien 1826), melte Steinbüchel ju jenem SBerfe beraulgab.

b»f (Äonrab), » 01 t feinen beuffdjen 3 eitgenoffen ber beutfebe 9folciul ober ©arriiunb TÖater ber bettffd)eu Scbaufpielfunfi genannt, mürbe am 1 2 . Slug. 1720 ju Hamburg