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©Bethatb (2tug* ©oftloB)

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hatte erfannt, Wie fchäblich bie Steilung für Sanb unb gamitie geworben, welche jüngfl !jwifdjen feinem 83ater unb Di)eim fiattgefunben Ejatte. ®atjer fcfjtof er für« Grfie mitfeinen Settern, ben ©rafen ber neufener Sinie, fo enge SSimbniffe, baß jeber Jfrieg einerEinie »on nun an ein gemeinfdijaftlicfjer für beibe würbe; bann »erfjinberte er ba« Sctftücfelnin noch mehr Sijeite, Bereinigte enblich beibe #älftcn wieber ju einem ©anjen burd) benmit feinem Setter, bem jüngern ßberljarb, 1482 ju ÜJtünftngen gefchloffenen Vertrag unbmachte bie Unttjeilbarfeit be« Sanbe« auf ewige Seifen jurn Sanbe« * unb gamiliengrunb*gefeg. Um biefem ©runbgefeg, beffen ©arantie Jfaifer unb Neich übernommen hatten, nod) (mehr Jfraft unb geftigfeit ju geben, jog er bie brei Stänbe, Prälaten, SRitterfc3E>aft unbEanbfchaff, jurföerijanbtung bei biefem unb ben näd)fifo(genben Serfrägen unb übertrug it>nenbie Überwachung unb üöewahrung berfetben. 3n biefen Serfrägen waren namentlich auchSefiimmungen, woburch er jene« jüngern Gberljarb, feine« mutmaßlichen Nachfolger«,gürftengcwalt befdjtänfte. So würbe er ber Schöpfer ber fiänbifchen Serfaffung feine«Sanbe«. Slud) burd) bie ©täbfeorbnungen, bie er Stuttgart unb Tübingen gab, fowte burd)Stiftung einer Unioerfttät in legterer ©tabt im 3- 1477, enblich burch ^etfiellung firengerSucht unb Drbnung in ben Älöflern feine« Sanbe« machte er ftch vielfach »erbient. Dbgleihman ihm felbfi, einem ©ebote feine« Sater« gemäjj, faum Eefen unb Schreiben gelehrthatte, fühlte er bennod) fpäter ben ebeln Srang, al« SNann noch ftch au«jubtlben. 6r liefftch öon ©eiehrten, beren Umgang er liebte, manche« SBerf ber Sitten in« ®eutfche über-fegen,unb fdjrieb manche« üNerfwürbige, wa« er gelefen unb gehört hatte, felbfi nieber.

®ie Überfegung be«#itopabefa" (Ulm 1473) wirb ihm jeboch mit Unrecht beigelegt, ©einSöotf hing an ihm mit anhänglicher Siebe; baher burfte er »or Jfaifer unb dürften fagen, bafer im bichtefien SBatbe im ©djoofe jebe« feiner Unterthanen ftdjer übernachten fönne; biefiSiebe fprad) ftdj auch l n bem uaioen ©prudje ber SBürtemberger au«, baf, wenn ber Saferim Fimmel flürbe, nur Sater 6. ihn erfegen fönne. @t liebte ben grieben unb trug nament*lieh al« oberfier $auptmann be« ©chwäbifchen Sunbe« »iel jur 6rf)attung »on Nulje unbCrbnung bei; aber wenn feine @h re unb ba« 2Bof)l be« Staat« e« »erlangten, griff er felbfigegen 5Näcf)tigere furchtlo« ju ben SBaffen. Sluch gegen Jfaifer unb Neich erfüllte er feine jPflichten, wie e« einem waefern Neid)«für)len jiemte. ®iefe Serbienfie erfannte JfaiferSJfapimilian I. unb erhob ihn, ohne fein Suchen unb SBiffcn, ju SBorm« 1495 jum Jperjog,unb bie unter ihm bereif« wieber »ereinigten S3eftgungen ber gamitie bieffett be« Nf)einjum ewig unteilbaren #erjogtf)um SBürtemberg. Nur furje Seit genoß ber neue $erjogbiefe SBürbe; er fiarb bereit« im gebt. 1496, finberlo«. (Sinige 3af>« nach feinem Süobeerflärte SJfapimilian an feinem ©rabe: ,,-ipiet liegt ein gürfi, flug unb bieber wie feiner imNeich; fein Nath hat mir oft genügt." Sgl. Pfeffer,®. im S3art, erfler Jperjog in SBürtein*berg, au« echten, größtenteils hanbfcf)riftlid)cn ®efchicht«quellen" (S£üb. 1822). SDfitiljm ift 6 b e r h a t b, genannt ber ©reiner, ©raf »on SBürtemberg, nicht ju »erwechfeln,ber währenb feiner Negierung, 134392, al« frieg«luf!iger gürfi bem Jfaifer unb benNeichSfiänben fet)r »iel ju fchaffen machte.

(Slug, ©oftlob), al« Serfaffer »iel unb gern gelefener 6rjäf)lungen rühm*lichfi befannt, geb. 1769 $u Seljig im jegigen preuß. ^erjogtum ©achfen, würbe, al« er (fd;on im jwölften 3af)te feinen Sater öerlor, »on bergamilie »onSJiabai al« ^>ffegefof)naufgenommen. SBäljrenb er ju Eeipjig Sheologie fiubtrte, erwachte in golge beSSejudh« berbamaligcn Nidjterfchen unb SBinfierfchen ©emälbefammlungen bie Neigung jur bilbenbenJfunft in ihm fo lebhaft, baß er ftch berfetben, aller ^)inberniffe ungeachtet, eine Neifje »onSalden hingab. Nebenbei fchrieb er »iel in ^5rofa unb in 33erfen, ohne jeboch etwa« ba»on !öffentlich mitjutheilen. ßrfl al« er 1792 in ber Slnfünbigung einer belletrifiifchen Seitfdjrift !,,3ba« S3lumenförbd)en" ba« Slnerbieten la«, gelungene Beiträge mit brei Soui«bor fürben Sogen ju honoriren, fchrieb er eine fleine ©rjählung unb benugte ba« erhaltene ©elb«u einer Neife an ben Nhein, wibmete ftch aber hierauf in -&atle wieber rein wiffenfhaftlichen .

Swecfen, inbem er j. S. an be« altern SJlecfel pathotogif^en unb an Neil« Unterfucbungen i

ber Ner»en unb be« ©eht'rn« eifrig SE^eit nahm. Nadjbem er tnbeß bie ©rjählungSifi umSifi, ober, wa« ein Jfuß nicht »ermag" unb, in golge einer Neife in bie fächf. ©chweij1196,2)fop Saßleur« fämmtliche SBerfe" getrieben, wußte ihn Seder enblich, burch