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4 (1845) D bis Entern
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©bei

»erhoff, fo wirb fiel) bic größte glut Jur fleinfien etwa wie 7 ju 3 »erraffen. 25ieS ifi abernur ber mittlere ober burcfyfcfynittltcfye Unterfdjieb; baß ber wirftiefje nod) oiel beträcb)tltdb)erfein fann, ergibt ft cf), wenn man auf bie ungteicfje ©ntfernung beiber .fumtnelSförper Siitcf*ftd)f nimmt. ®ie größte, bie mittlere unb bie fleinfie SBirfung ber Sonne »erhalten fiel) wie21, 20 unb 19. JMe SBirfungen beS SRonbS wie 59, 50 unb 43. gäUt nun bie fleinfieGnt*fernung ber Sonne mit ber fleinfien beS SOionbS jufammen, in welchem Salle if)te gemein*fdjaftlicfje SBirfung am größten fein muß, fo ifi bie Springflut gleich 80, fällt aber bie fleinfie©ntfernung ber Sonne mit ber größten beS SDlonbS jufammen, in welchem gaEe bie fOionb-ftut jut Seit ber Quabraturcn ober SRonboiertel bie größte ©erminberung erletben muß, foifi bie ©ippflut gleid) 22, b. 1). bie i>öc£>fie glut »erfjält ftd) jur niebrigfien beffelben Srtswie 80 ju 22, ober jene ifi fafl »iermal fo groß als biefe. SCußer ber ©ntfernung beiber .fjint*melSförper »on berGrbe ifi aud) E)re ©ntfernung »on bern Äquator »on ©influß; benn jenäfjer fte bem Sfquator fielen, befio größer ifi ifyre SBirfung. ®a nun um bie Seit ber^qui*noctien beim ©eu* unb ©oEmonbe beibe bem Äquator nat>e ftnb, fo ifi bann bie Springflutam größten. Sagegen ifi bie ©ippflut um bie Seit ber Slquinoctien niebriger, als um bie berSolfiitien, weil ber SKonb im erfien unb leßtett Viertel um jene Seit am weitefienoomSlqua*tor entfernt, um biefe Seit aber ifjm qm näctjfien fielst, ©o beträgt in ©refl nad) 16jäf)rigenScobacf)tungen bie burd)fd)ntttlid)e Slquinoctialfpringflut 6 4 /io, bie ©olfiitialfpringflut 5 h /io,bie ©olfiitialnippfluf 3'/ 10 , bie SXquinoctialtiippflut 2'/ 3 SRetreS. ©roßen ßinfluß auf bie*^>öf>e ber glut f>at aud) bie Drtlicfjfeit. Suerfi ifi im SÜllgemeinen bie ©bbe unb glut für je*ben Drt ber ©rbe befio befräd)flid)er, je näßer er am Äquator liegt, was bafjer rüljrt, weilfOlonb unb.Sonne nie feljt weit (biefe niefjt über 23'//, jener nid>t über 28 I /j 11 ) »on ber©bene beS SlquatorS entfernt fein fönnen; in tjöljern ©reiten werben biefe ©rfd)eimtngenimmer unmerflidf)er unb in ber ©ät)e ber ^>olarfreife Ijören fte gänjlid) auf. Slußer ber geo*grapl)ifd)en ©reite wirft aber aud) bie ©efialt unb Sage ber Jfüjien unb Snfeln auf bie bortfiattfinbenbe ©bbe unb glut wefentlid) ein, weSfyalb bie .£>öf)e ber glut oft in nal)ebenad)bar»ten ©egenben fet)r »erfd)ieben ifi. 3m Stillen SReere ober ©roßen Dcean ifi bic glitt gro»ßentfjeilS fet>r fcf>wad> unb beträgt 5. S. bei ben ©efeEfcfyaftSinfeln nicljt leicl)t über 1 g., beiben ©anbwid)infeln nid)t über 2% g. u. f. w. 3m Sltlantifcfjen SReere fieigt fie bei St.«Helena 23, bei ben Sporen 5 8, bei ben ©anarifefjen 3nfeln 78, an ber amerif. Äüfle630 unb mel>r guß, in ber gunbpbap nod) weit l>öf)er, an ber fran$. unb engl, üüfie1820 g., bei St.*ÜRalo, am wefitidjen ©nbe beS JfanalS Samandje, über 46, janadjeini*gen Angaben über 60 g. 3« ber ©orbfee fieigt bie glut an ber @lbe* unb SBefermün*bung 12, bei $elgolanb 6, bei Slmfierbam nur 1'/, g. 3m SRittellänbifdjen SReere ifi fte,wie bereits erwähnt, fel)r fd)Wad); bei ©eapel unb SEoulon beträgt fte nid)t leid)t über I g.,bei ©enebig nur 1 l /i "i'/% g. u. f. w. ©ei netgleicbenben Eingaben biefer 3lrt ttjut man ambejien, bie mittlere glutfjöße anjugeben, unb jwar ben mittlern ©etrag ber SEotalflut, worun»ter man bie fyatbc Summe bet $öf)en jweier aufetnanberfolgenben »ollen gluten über berjwifd)cn iljnen Uegenben tiefflen ©bbe »erfleljt. Sie beträgt im SRiftel auS fcl)r »telen ©eob*adjtungen in Gfjerbourg 2,70, in Sieppe 2,87, in ©reff 3,21, in ©t.*9Ralo 5,98 fDletreö.3n ben glüffen gel)t bie glut oft weit (anbeinwärtS, befonberS wenn biefelben ein geringes©efälle fjaben, unb l)inbert baburd) ifjren Sauf; fo foll fte im Slmajonenfirome bis 120 2R.»on ber 9Rünbung nod) merflid) fein. 3n ber Siegel bauert aber in ben glüffen bie ©bbelänger als bie glut, unb ber ©bbefirom beroegt fiel) alfo (angfamer als ber glutfirom, 5. ©.in ber Sfjemfe bet Sonbon legt jener 3 '/ 2 , biefer 5 g. tn ber Secunbe jurüdf. 3e l)öt)et lanb*einwärts man in ben Strömen fommt, befio fpäter tritt bort bie glut ein, was für bie firont*aufwärts fafjrenben Skiffe »on ©ort^eil ifi unb ißre gal)rt nid)t wenig beförbert, wäßrenbein mit ©bbe firomabwärts faßrenbeS Sdjiff bie 33ortf>eile ber ©bbe ntd)t fo lange genießt,ba eS halb an Orte fommt, bei benen bie iljm entgegenwirfenbe, bie galjrt »erjögernbe glutfrüher eintritt als an bemDrte, ben eS »erlaffen Ijat.

©bei (3of). ©ottfr.), ein burd) ©eelenabel unb uneigennüßige SBirffamfeit auSge*jei^neter SRann, geb. am 6. Set. 1764 ju 3ülltcl)au in bet Sieumarf, fiubirte ju granffurtan ber Dber bie Slrjneifunbe unb tjielt ftd), nacl)bem er f)ier promooirt, bis jurn grül)jat)re1790 ju feinet weitern SluSbilbung in SBien auf. ®ann ging er in bie ©d)Wtij, unb 1792