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2 (1845) Balde bis Buchhandel
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Basrah Basselissearbeiten 97

nur Bodoni und Didot noch Vorzüglicheres lcistcten. Er druckte mit denselben zu Vinning.Ham 175«; den Virgil in Mcdianquart, dem die Ausgaben mchrcr lat. Klassiker und einigerengl., z. B. Milton's, und ital. Schriftsteller folgten, unter denen der Ariosto ausznzcich-nen ist. Auch sein Neues Testament (Oxf. 176:;, 4.) wird in typographischer Hinsicht be-sonders geschätzt. Seine Verdienste um die Buchdruckcrkunst sind um so mehr einer rühm-lichen Anerkennung wcrth, als ihm durchaus keine Aufmunterung zu Theil ward. Seinganzes Druckgeräth, seine Schwärze, ja sogar sein Papier verfertigte er sich selbst. Erstarb 1775. Beaumarchais kaufte d«ie von ihm nachgelassenen Lettern für 3760 Pf.St.und druckte damit zu Kehl die Prachtausgabe von Voltaire's Werken. B. war ein durchausrechtlicher, gefälliger, aber finsterer Mann und von schönem Äußern. Er hatte die entschie-denste Abneigung gegen allen äußern Gottesdienst, den er unter jeder Form für Aber-glauben erklärte. Seinem letzten Willen zufolge wurde er in einer gemauerten Grabstättevon conischer Form unter einer Windmühle auf seinem eigenen Grundstück begraben.Basrah, s. Bassora.

Basrelief, s. Relief.

Baß heißt in derMusik theils die unterste oder die Grundnotc eines Accords (Daßnote),theils die unterste oder die tiefste Stimme (Partie) eines mehrstimmigen Tonstücks undbesonders die tiefste von den vier angenommenen Singstimmen. Der B^ß ist der Grund,auf welchem das ganze Gebäude der Harmonie ruht, und muß daher besonders gut undstark besetzt sein. Der gewöhnliche Umfang des Basses als Singstimme ist vom großen I''bis zum eingestrichenen ck oder e. Unter den Instrumenten übernehmen diese Stimme dietiefern, welche dem Singbaß an Umfang und Ton ähnlich sind, z. B. das Fagott. Vor-zugsweise wird unter den Instrumenten dieBaßgeige und zwar der Eontraviolon und dasVioloncello so genannt. Erstere hat jetzt vier Saiten und einen Umfang von K bis zumeinmal gestrichenen g den Noten nach; dem Klange nach steht sie eine Octave tiefer, also im16 Fußton (s. Fuß ton), weshalb ihr zur Verdeutlichung immer das Violoncell beigcgebenwird, das die Töne gibt, die die Noten besagen (8 Fußton). Alle Baßstimmen und Baßin-strumentehaben ihren eigenthümlichenNotenschlüssel, nämlich den Baßschlüssel, welcherauch der K-Schlüssel heißt, weil cr aufdie Stelle im Liniensysteme gesetzt wird, auf welche dieNote, die das kleine kbezeichnet, zu stehen kommen soll. (S. Violon und Generalbaß.)

Bassäno, Handelsstadt an der Brenta, in der lombard.-vcnctian. Delegation Vi-cenza, mit l200V E., ist auf einer Anhöhe in weiter Ebene gelegen und durch eine schöne182 F. lange Brücke mit dem großen Flecken Vicantino verbunden. Sie hat bedeutendenWein- und Olivenbau, lebhaften Handel in Seide, Tuch und Leder und eine Freimesse.Die ehemals berühmte Druckerei von Remondini, welche 50 Pressen beschäftigte, ist sehrherabgekommen. In den 30 Kirchen, sowie in dem Palaste des Grafen Noberti findensich sehr schöne Gemälde. Der Palast des ehemaligen Podest« dient jetzt zur Wohnung desErzpriesters; ein Theater wurde neuerdings gebaut. B. ist der Geburtsort, wie des AldusManutius, so auch des Malers Francesco da Ponte (s. d.), der sich deshalb Vassanonannte. ES hat im Mittelalter nie eine bedeutende Rolle gespielt; fast immer war es denbenachbarten Städten unterworfen; unreine Zeit lang Hattees eigene Podestas. Einen be-rühmten Namen erlangte cs erst durch die Siege Bonaparte's. Bei B. schlug derselbe am8. Sept. 1706 den östr. Feldmarschall Wurmser, welcher von Trient aufgebrochen war,um Mantua zu entsetzen und den Gegner vom weitern Vordringen in Tirol abzuhalten.LZeides schlug fehl, denn mit Kraft warfen Massen« rechts und Augereau links des Flussesdie östr. Avantgarde zurück und rückten nach Erstürmung der Brücke Nachmittag 3 Uhrin B. ein. Wurmser aber zog sich mit dem außerordentlichen Verluste von 6000 Gefange-nen, 8 Fahnen, 32 Kanonen und einigen Hundert Wagen nach Vicenza zurück. Auch am6.Nov.!l796, am II. Nov. 1801, am 5.Nov. 1805 undam3l.Oct. 1813 kam es bei B.zwischen Franzosen und Östreichern zum Gefechte. Durch Napoleon ward B. 1809 zu einemHerzogthum mit 15000 Thlr. jährlicher Einkünfte erhoben und 1811 der Mi'nister-StaatssecrctairMarctss.d.) damit bcliehen, der sich nun Herzog von Vassano nannte.Baffelissearbeiten, s. Tapeten.

Conv.-Lex. Neunte Aufl. II-

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