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2 (1845) Balde bis Buchhandel
Entstehung
Seite
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Barton Basalt 85

Barton (Elisabeth), gewöhnlich das heilige MädchenvonKent genannt, kamum 1525, wo sie in einem Wirthshause zu Aldington in der Grafschaft Kent diente, durchdie krampfhaften Nervenleiden, welchen sie ausgesetzt war, bei dem Volke in den Ruf einerbegeisterten Seherin. Der Pfarrer des Dorfes erkannte in ihr sehr bald ein Werkzeug, diesinkende Sache des alten Glaubens zu stützen, und unter seiner Leitung spielte sie ihre Rolleso gut, daß selbst Thomas Moore und der Erzbischof Warham von Canterbury eine außer-ordentliche Erscheinung in ihr zu sehen vermeinten. Man beredete sie, eine Nonne zu werden,und als Heinrich VIII. 1532 mit dem röm. Hofe in Unfrieden gerieth, verleitete man sie,ihre» lauten Tadel gegen des Königs Scheidung von seiner ersten Gemahlin und seine Ver-mählung mit Anna Boleyn auszusprechen, ja seinen Tod zu prophezeien. Auf des KönigsBefehl mit ihren Mitschuldigen verhaftet, legte sie vor dem Gerichte das nachher öffentlichvor dem Volke wiederholte Geständniß des gespielten Betrugs ab und wurde zu Kirchenbußeund Gefangenschaft verurtheilt. Als jedoch die röm. Partei sic zum Widerruf zu bewegensuchte, wurde sie des Hochverrats angeklagt und mit einigen Mitschuldigen 153-1 hingerichtet.

Bartsch (Joh. Adam Bernh. von), geb.zuW'en am >7.'Aug. 1757, gest. daselbst alserster Custos der Hofbibliothck und der Kupferstichsammlungen am 2l. Aug. 1821, hat sichsowol als Kupferstecher, wie insbesondere durch mehre Werke zur Kupferstichkunde, namentlichdurch seinen „Lritslogno raisnnne <1e toutss les «stummes cke Renibr-nitlt" (2 Bde., Wien17!)7) und den „keintre grsveur" (21 Bde., Wien 1802—21) ein bleibendes Verdiensterworben. Durch seine „Anleitung zur Kupferstichkunde" (2 Bde., Wien 1821) hat er eineMenge Ungewißheiten und Betrügereien im Verkauf des Unechten statt des Echten aufimmerbeseitigt. Seine eigenen Kupferstiche, z. B. die lioma ti-mmplmus, seine Thierstudicn,seine Nachstiche nach Rembrandt, Potter u. s. w. geben ihm den Rang unter den erstenKupferstechern mit dem Grabstichel und der Radirnadel. Er hat in verschiedenen Manierennach Gemälden jeder Periode und Schule nach und nach über 500 Blätter geliefert. Auchin der farbigen Lavismanier hat er sich in Landschaften mit großem Glück versucht. Ein ge-naues Vcrzcichniß seiner Werke lieferte sein Sohn Friede. Jos. Adam B.im „Outaloz-ueOes ostampes »le.1. »Is u." (Wien 1818). Als Custos der ausgezeichneten öffentlichenKupferstichsammlung bei der kaiserlichen Hofbibliothek, zu deren Vermehrung er mehre Rei-sen ins Ausland machte, als Ordner der in ihrer Art einzigen Sammlung von Handzeich-nungen und Kupfern des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen, als Nalhgcber der reichenSammler in der Kaiserstadt, die alle Seltenheiten seinem Blicke zuerst zur Prüfung vorleg-ten, konnte er allerdings als Kenner sprechen, wo Andere nur im Finstern tappen, dessen-ungeachtet dachte er sehr bescheiden von seinem Wissen.

Baryt ist eine alkalische Erde, welche in Verbindung mit Schwefelsäure im Schwer-spath und Bologneserspath und in Verbindung mit Kohlensäure im Witherit und Baryto-calcit enthalten ist. Der Baryt, wie man zuweilen auch den Schwerspath nennt, istvorzüglich dadurch ausgezeichnet, daß er mit Schwefelsäure ein im Wasser ganz unauflös-liches Salz bildet. Den geglühten weißen Schwerspath kann man als weiße Farbe statt desBleiweißes benutzen, da er nicht schwarz wird. Durch Glühen des mit Gummi zusammenge-kneteten Schwerspathpulvers erhält man den sogenannten Homberg'schen Phosphor, eine vonselbst fcucrfangende und verglimmende Masse. — Das Metall des Baryts heißt Baryum.

Basalt oder Basani t nennt man eine Felsart, die aus einem innigen Gemenge vonAugit, Feldspath und Magneteisenstein besteht. Der Basalt ist sehr dicht und hart, im Brucheflachmuschlig und uneben, fein- und kleinkörnig, zuweilen auch erdig. Nicht selten enthält erBlascnräume, die mit verschiedenen Mineralien angefüllt sind, es finden sich Einmengun-gen in ihm, auch geht er in andere ihm verwandte Felsarten über. Durch Einwirkung derWitterung zersetzt er sich leicht, und aus dem verwitterten Gestein geht ein sehr fruchtbarerBoden, eine fette, schwärzliche Erde hervor, welche das Wacksthum der Pflanzen, nament-lich des Getreides, sehr befördert. Der Basalt, auf der einen Seite mit den Trachyten(s. d.) zusammenhängend, auf der andern in sehr inniger Beziehung mit den Laven der Vul-kane, scheint durch Umwandlung anderer Felsarten mittels vulkanischer Agcntien entstandenzu sein. Daß der Basalt aus einem nassen Niederschlage entstanden sei, wie Werner an-nahm, glauben vorurtheilsfreie Geognostcn nicht mehr. Die Basaltberge zeichnen sich durch