Banir !9
r, „Poln.-deutsche Wörterbuch" (2 Bde., Brest. 1800), durch welches er sich als einen derersten slawischen Sprachkenner bekundete, die „Poln. Grammatik für Deutsche" (Brcsl.:r 1 808 und öfter) und seine „vrieje nurollu polskisgo" (Begebnisse des poln. Volks, Brcsl.
n 1810; 3. Aust., 2 Bde., Brest. 1835), ein Werk, das allgemein als die gründlichste Gc-
e- schichte Polens anerkannt ist. Im I. 1811 wurde er als Bibliothekar und Professor der
te Bibliographie an die Universität zu Krakau berufen, wo sich ihm ein würdiger aber sehr be-
ß- schwerlicher Wirkungskreis eröffnete, da zumal die Bibliothek in großer Unordnung sich be-
ff, fand. Die Ergebnisse seiner bibliographischen Forschungen sind niedergelegt in der umfas.
», senden und höchst verdienstlichen „Uistorxs «lrullars w Uolsce" (Geschichte der Druckereien
ne Polens, 3 Bde., Krak. 1826). Die Reorganisation der krakauer Universität im I. 1833
ft, änderte zwar nichts in B.'s Verhältnissen, traf aber sein Gemüth sehr schmerzlich. Er war
g> ein biederer, gefälliger, doch keineswegs lebensfroher Mann. — Sein jüngerer Bruder, Jo h.
er V ince nz B., geb. 1783 zu Lublin, war zur Zeit des HerzogthumsWarschau Notar, später
ft, Professor der Rechte an der warschauer Universität. Erhatsich durch mehre juristische Schriften
rn vortheilhaft bekannt gemacht; auch gab er das „äus culmense" (Marsch. 1814) und eine
rt, Sammlung der altern Rechtsdenkmälcr Polens, „äus polonicum" (Marsch. 1831), heraus.
». Baner (Johan), gewöhnlich Banner genannt, schweb.Feldherr, aus einem der älte»
it, sten Geschlechter, wurde am 23. Juni 1595 auf dem Rittergute Djursholm bei Stockholm
>a- geboren. Noch als Kind verlor er seinen Vater, einen der unglücklichen Rathsherren, die
Karl IX. 1600 inLinköping hinrichten ließ. Auf dem Gute Hörningsholm, wo seine Mutter,n) Christina Sture, nach des Gatten Tode sich aufhielt, stürzte er in seiner Kindheit aus dem dritten
rfe Stockwerke herab, ohne irgend Schaden zu nehmen. Als er als Knabe an den Hof des
ftr Königs kam, und dieser ihn fragte, ob er in seinen Dienst treten wollte, antwortete er kühn:
,en „Der Teufel mag dir dienen, dem Henker meines Vaters." Wirklich nahm er erst nach dem
so Tode Karl's IX. Kriegsdienste. Schon in den Kriegen mit Rußland und Polen zeichnete er
nd sich bei mehren Gelegenheiten aus; größere Lorbern brachte ihm der Dreißigjährige Krieg. Als
t e Generalmajor hatte -er Theil an der Einnahme mehrer Orte in Pommern und Mecklenburg,
ig, In der Schlacht bei Leipzig hatte er neben dem König den Befehl über den rechtenFlügel und
ich theilte mit ihm die Ehre des Siegs über Pappenheim, sodaß Gustav Adolf „seinen ritterli-
i d- chen Muth höchlichst rühmte und ihm einen großen Partikul der glo reichen Victorie zueignete".
F Seitdem folgte er dem Könige, kämpfte mit ihm bei Donauwerth und amLech undnahmTheil
oe- an der Eroberung von Augsburg und München. Bei dem Angriffe auf W allenst ein's Lager
vcr wurde er schwer am Arme verwundet; dessenungea chtet. übronahm dem Abzüge
»d, des Königs nach Sachsen den Oberbefehl über alle TKippen in den vier Oberkreisen und
gen zwang mit Beihülfe Gustav Horn's den' General Alkringer, Baiern zu räumen. Die
nd- Nachricht vom Tode des Königs traf ihn in Magdeburg, wo er seiner Wunden wegen sich
nd- aufzuhalten genöthigt war. Nur durch Oxensticrna's Bitten ließ er sich bewegen, den Be-
zu- fehl nicht nicderzulegen. Als Feldmarschall der Krone Schwedens und des niedersächs.
mk- Kreises sammelte er 1634 ein Heer von 16000 M., meist Schweden und Brandenburger,
gen mit dem er nach Böhmen zog, wo er sich mit dem kursächs. Heere vereinte und auf dem
wr- Weißen Berge vor Prag lagerte. Doch das Zögern der Verbündeten und die Niederlage der
egs Schweden bei Nördlingen vereitelten gänzlich seinen Plan. Aus der verzweifelten Lage, in
-3 welcher sich in jener Zeit das schweb. Heer in Deutschland befand, errettete es B. durch die
Siege bei Wittstock am 24. Sept. 1636 mit 22000 M. gegen das kursächs. 30000 M.iph, starke Heer, und bei Chemnitz am 4. Apr. 1639 gegen die Kaiserlichen und den Kurfürsten,
aus welche 8000 M. an Tobten und 3000 Gefangene verloren. Hierauf überschwemmten die
um Schweden einen großen Theil Deutschlands bis nach Böhmen und Schlesien hin. Groß
iftn waren die Greuel, die sie verübten; viele Tausend Klöster, Dörfer und Schlösser wurden
»au, eingeäschert. Den kühnen Plan B.'s, Regensburg, wo der Kaiser und die Reichsstände ver-
viel sammelt waren, durch Überrumpelung zu nehmen, vereitelte das schnelle Aufbrechen der
ück- Donau. Krank kam er von diesem Zuge zurück und starb in Halberstadt am 10. Mai 1641,
teilt wie Einige meinten, an Gift, wahrscheinlich aber in Folge seines ungeregelten, sehr sinnlichen
na- Lebens. Schon die Zeitgenossen erkannten B. als einen der größten Feldherren; der
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