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Division. Oberst Friedrich Locher, des III. Armeekorps Oberst Hermann Bleuler. DieManöver begannen nach Schluss des Vorkurses am 8. September mit Übungen vonRegiment gegen Regiment; daran schlössen sich 'am 9. und 10. September Übungenvon Brigade gegen Brigade; (die der VII. Division am 9. bei Wil, am 10. bei Esch-likon); am 11. und 12. von Division gegen Division im Kenrpt- und Glattal, am 14.und 15. (der 13. war Ruhetag) ebenso im untern Glattal, am 16. Armeekorps-Manövergegen markierten Feind (Kommando: Oberst Bollinger) bei Steinmaur-Stadel, am 17.die Inspektion auf dem grossen Felde zwischen Bülach und dem Höhragen.20. Ein für die Geschichte der Arbeiterbewegung in der Schweiz bedeutsamer Boycott,den die organisierte Arbeiterschaft während fast dreier Monate über das von denEtablissementen des schweizerischen Brauoreiverbandes in Vertrieb gebrachte Bierdurchzuführen versuchte, ist ohne den gehofften Erfolg geblieben und endet allseitigmit der Aufhebung des Boycotts. So beschliesst heute auch in St. Gallen eineDelegiertenversammlung der Arbeiterunionen St. Gallen, Arbon, Herisau, Rorschachund Uzwil. Der Boycott sollte eine Kundgebung der Solidarität mit dem schwei-zerischen Brauer-Fachverein darstellen; sein Fallenlassen bedeutet vor allem dieNiederlage der von den organisierten Brauergehülfen aufgestellten Forderung, dieBrauereibesitzer hätten sich an die fachvereinlichen Arbeitsnachwcisbureaux zu halten.In St. Gallen hatte in der Angelegenheit, welche die öffentliche Meinung sehr be-schäftigte, u. a. am 16. Juli im „Schützengarten" eine von 600 Mann besuchte öffent-liche Versammlung stattgefunden, welche im Anschluss an Referate von Dr. jur. Hirzelvon Zürich und Dr. jur. Forrer (St. Gallen) einhellig das Vorgehen der boycottieren-den Arbeiterführer als einen frivolen Rechtsbrueh erklärte.'20. Die kantonale Bettagskollekte zu Gunsten der Kantonshilfskasse ergiebt Fr. 15,463. 20
gegenüber Fr. 15,274. 33 im Vorjahre.30. Der September setzte die klägliche Sommerwitterung mit geringer Aufbesserungfort; schön waren nur einige Tage in der Mitte des Monats, welche endlich die Be-endigung der Emdernte ermöglichten. Die totale Niederschlagsmenge (nur 9 Tageohne Niederschlag) mit 229 mm steht um 84 mm über dem 30jährigen Mittel. Der18. weist mit 23,9° das Temperatur-Maximum auf, der 21. mit 5° (9 Uhr abends)das Minimum.Okt. 4. Heute erfolgt die eidgenössische Volksabstimmung über drei eidgenössische Gesetzes-vorlagen, gegen welche das Referendum anbegehrt wurde. Ein im Hinblick aufdie angestrebte Eisenbahnverstaatlichung ausgearbeitetes Gesetz über das Rechnungs-wesen der Eisenbahnen wird vom Kanton St. Gallen mit 23,303 gegen 15,549, vomSchweizervolk mit 223,228 gegen 176,577 Stimmen angenommen. Dagegen ver-werfen der Kanton wie das ganze Land einen Gesetzesentwurf betreffend Gewähr-leistung beim Viehhandel (Kanton St. Gallen 14,662 Ja, 22,884 Nein; schweizerischesTotal 174,880 Ja, 209,118 Nein) und eine neue Disziplinarstrafordnung der eidge-nössischen Armee (Kanton St. Gallen 7783 Ja, 30,083 Nein; Total 77,169 Ja, 310,992Nein). Die Stadt St. Gallen lieferte: Eisenbahnrechnüngsgesetz 3614 Ja, 530 Nein;Viehhandelsgesetz 2516 Ja, 1296 Nein; Disziplinarstrafordnung 2172 Ja, 1794 Nein.Das Viehhandelsgesetz ist im Kanton St. Gallen nur von 14, die Disziplinarstraf-ordnung gar nur von 2 Gemeinden (St. Gallen und Rheinegg) angenommen worden.