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zurück und widmete sich trotz reicher ärztlicher Kenntnisse neben seinen naturwissen-schaftlichen und künstlerischen Liebhabereien vor allem den Schulangelegenheitenseiner Vaterstadt. Er war von 1876—1895 Mitglied, seit 1880 Präsident des Bezirks-schulrates St. Gallen.
31. Zwischen Niederschlagsperioden, deren erste bis zum 14. anhielt, während die zweiteam 26. begann und bis zum Monatsschluss dauerte, lag eine Trockenperiode von elfprachtvollen, hellen und warmen, frühlingshaften Tagen. Die Tage vom 27. abbrachten häufige und ergiebige Regen- und Schneeschauer. Die starken Nieder-schläge vom 8./10. März bewirkten bedeutende Erdschlipfe in der Eossfalle (GemeindeGoldingen), wo am 9. früh ein noch neues Wohnhaus völlig verschüttet wurde, undin der Gemeinde Wesen, wo oberhalb des Fli eine Erdmasse von etwa einer MillionKubikmeter in Bewegung geriet. Die Tur trat am 9. im Toggenburg über die Ufer,wie seit 1877/78 nicht mehr; in den Bergen fielen gewaltige Lawinen.April 5. Die diesjährige kantonale Osterkollekte zu Gunsten des Kantonsspitals ergiebtFr. 14,838. 25 (1895 Fr. 13,850. 76).7. In Degersheim wird eine zweite ostschweizerische Stick-Fachschule von gleicherOrganisation wie jene in Grabs, die am 1. August 1894 ins Leben getreten, eröffnet.Im März errichtete die Stickerei Feldmühle (vormals Lob, Schönfeld & Co.) in Ror-schach eine besondere Stick-Fachschule für Anfänger, verbunden mit Nachstick-Schule.
12. Die zwölfte kantonale Lehrlingsprüfung scbliesst mit dem öffentlichen Akte derDiplom-Erteilung in St. Gallen ab. Von den geprüften 119 Lehrlingen und 8 Lehr-töchtern konnten nur 2 Lehrlinge nicht diplomiert werden. Medaillen für erste Notein Arbeitskenntnis, Arbeitsfertigkeit und in den Schulfächern, in denen geprüftwird, erhielten 10 Lehrlinge und 1 Lehrtochter. An den Prüfungen waren vertreten28 Berufsarten. Die Lehrlinge stammten aus 37 Gemeinden (wovon eine ausser-kantonal). In Abweichung vom bisherigen Prüfungssysteme wurde erstmals in derRegel kein Probestück, sondern nur die Arbeitsprobe in der Werkstätte eines Fach-experten verlangt. Nur wo die Fachexperten es ausdrücklich vorschrieben, war einProbestück in der Werkstätte des Lehrmeisters anzufertigen. — Am 16. und 17. Aprilfanden erneut, vom schweizerischen kaufmännischen Verein veranstaltet, freiwilligekaufmännische Lehrlingsprüfungen statt. In St. Gallen wurden 22 Lehrlinge geprüft,von denen 19 das Diplom zuerkannt werden konnte.
17. In St. Gallen stirbt Jakob Laurenz Billwiller, geb. 1815, einer der ersten st. gal-lischen Kaufleute, welche sich s. Zt. der Maschinenstickerei zugewendet haben. Erbetrieb zuerst eine kleine Jacquardweberei und wirkte acht Jahre lang als Weblehrerdes kaufmännischen Direktoriums. Billwiller vermachte zu wohltätigen und gemein-nützigen Zwecken Fr. 10,000.
19. Die Genossenbürgerversammlung der Stadt St. Gallen beschliesst den Bau einer Zweig-anstalt des städtischen Waisenhauses im Sommerli-Gute gegenüber dem „Feldli" imKostenvoranschlage von Fr. 145,000. Gutskauf und Bau sollen aus den nächstjährigenReinerträgnissen des Seckelamtes bestritten werden; die neue Installation wird diebisherige Zweiganstalt des Waisenhauses auf Dreilinden zu ersetzen haben. DieBürgerversammlung beschliesst ferner Subventionierung der städtischen Strassen-eisenbahn in der Form eines Darleihens von Fr. 200,000 an die politische Gemeinde.