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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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Gesindes, das so bald es krank wird, mehren-theils höchst bejammernswürdig ist, an diesemOrte, wo ich blos vom Ertrag des Geldes rede,nicht zu erwehnen.) Will nun der Bauer Hülfedafür suchen, so muß er solches mehrentheilsganz in der Ferne thun. Er muß also jezt ent-weder für baares Geld einen Tagelöhner oder sei-nen Knecht nach dem weiter entlegenen Ort umHülfe schicken. Im lezteren Fall ist immer derVerlust nicht weniger merklich; da nun die Ar-beit liegen bleibt, und der Bauce seinem Knechtdoch ebenfals Zehr= und Schlafgeld geben muß.Mehrentheils muß er diese Gänge widerholen,wenn der Kranke getröstet seyn und genesen soll.Will er nun endlich gar einen geschickten Mannzum Kranken kommen lassen (und dieß ist dochin chirurgischen Krankheiten platterdings noth-wendig) so muß er auf einmal eine ungeheureSumme ausgeben. Da er sich überdem lange be-dencket, ehe er in der Ferne Hülfe suchet, sowird der Zustand des Kranken nicht allein immerbedenklicher, sondern selbst hartnäckiger. Und nichtallein bleibt alsdann der Kranke um so viel län-ger ausser Würksamkeit, folglich ausser Stand, derHaushaltung Nutzen zu verschaffen, sondern manmuß überdieß auch noch einmal so viel Mittel ge-brauchen. Und wie glücklich muß sich in solchenFällen mehrentheils der Kranke nicht noch schätzen,wenn es nur möglich ist durch Verdoppelung desFleisses und der Unkosten seine Gesundheit, odergar sein Leben zu retten. Denn beides wird garzu oft, durch Aufschub der Hülfe unwiederbring-lich verlohren. Wie weit solte nun wol ein Bau-er in einem solchen Falle mit drei Reichsthalerzwan-