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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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bei vorkommenden Unglücken und Leibes Gebrechenniemand in ihrer Gegend haben, von welchem sieTrost und Rettung erwarten können: so ersparensie jetzt ein vieles, wenn sie nicht mehr nöthighaben, mit vielen Kosten Rath in der Ferne zusuchen. Ich sage, sie erspahren würklich dabei;und um dieses in ein wahres Licht zu stellen,will ich einen ohngefähren Calculum über die Sa-che hier vorlegen. Man nehme nemlich für einenAugenblick an, die zur Ausführung des Planserforderliche Summe wäre so stark, daß jederBauer jährlich deshalben eine mehrere Abgabevon 20 Stüber oder 30 Kreutzer tragen müste.Niemand glaube ich wird dafür halten, daß dieseSumme würklich so hoch steigen könne, und wennauch alles aufs genaueste nach meinem vorgeschla-genen Plane eingerichtet, und die Amtschirurgenund Hebammen reichlich besoldet werden solten.Sie wird auch sicherlich bey weitem so viel nichtertragen: gleichwol will ich um die Sache in einevidenteres Licht zu setzen, solche für einen Augen-blick annehmen. Jeder Bauer würde also in zehnJahren Zeit zehnmal zwanzig Stüber oder dreiſ-ſig Kreutzer, folglich drei Reichsthaler zwanzigStüber hiezu beitragen. Nun glaube ich ohne Be-fahrung eines Wiederspruchs behaupten zu können,daß in einem Durchschnitt von zehn Jahren, injeder etwas merklichen Haushaltung auf dem Lan-de, entweder eine wichtige Krankheit, oder aberein wichtiges äusseres Gebrechen einem oder demandern im Hause aufstossen werde; es sey nundem Bauer selbst, oder seiner Frau, die garleicht in Geburtsnöthen die schleunigste Hülfe nö-thig haben kann, oder aber ſeinen Kindern (desGe-