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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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zwanzig Stüber kommen? Ich habe oben gesagt,man kann immer mit der größten Wahrscheinlich-keit behaupten, daß in einem Durchschnitt vonzehn Jahren kein Bauer in ſeiner Familie von ei-nem oder andern ähnlichen Unglück frei bleibenwerde.Solcher Unglücker können ihm aber verschie-dene in dieser Zeit vorkommen, und dann ist derBauer ganz ruinirt, wenn er nicht den Krankendem allergrausamsten Schicksale, der dem Todevorhergehenden Verzweiflung überlassen will. Hie-bei ist überdem zu bedenken ganz wichtig, daßjetzt die Bauern mehrentheils zu den Pfuschernlaufen. Diese betriegen aber die Landleute aufserbärmlichste; denn ausser daß selbige fast keineandere als die heftigsten Arzneien geben, wodurchder Kranke nicht allein sehr oft schleunig das Le-ben verlieret, sondern mehrentheils noch langenachher schwächlend und zur Arbeit unvermögendbleibt, folglich in den größten Schaden gestürztwird, (welches die Pfuscher so gar mit demgrößten Frevel beim Kranken öfters als ein Ver-dienst ansetzen, daß nemlich sein Mittel die Na-tur recht angegriffen habe) so lassen sich die Pfu-scher auch mehrentheils ihre Betrügereien rechttheuer bezahlen. Noch vor wenigen Jahren wur-de einer in hiesigem Lande ertappet, der zerstosse-nes Ziegelstein Pulver dem Kranken für einigeReichsthaler verkaufet hatte, und deshalb mitZuchthauß Strafe beleget wurde. Und wenn auchschon welche sind, die wohlfeile Arzneien geben,so sind selbige doch gar zu oft wo nicht unwürk-sam oder schädlich, dennoch so langsam wür-kend