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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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trächtige Handlungen begehet und den wahrenEndzweck und die Bestimmung ausser Augen ver-liehrt. Ein solcher Ehrsüchtiger verwaltet seinAmt mit einer Besoldung von hundert Guldenmit weit mehrerer Genauigkeit, als ein Eigennü-tziger es für tausend thun würde.Um nun durch solchen Reiz zur Ehre dieWundärzte so wohl, als Hebammen anzutreibensich nicht allein in ihrer Kunst immer zu vervoll-kommnen, sondern sich hauptsächlich dem gemei-nen Wesen immer nützlicher zu machen: so müsteman solche, von denen dieses erprobet worden,mit einer öffentlichen Ehrenbezeugung belohnenund dadurch anfrischen. Um aber hiemit nicht zuverschwenderisch zu seyn, oder gar Gefahr zu lau-fen irgendwo einem solches wiederfahren zu lassen,der es nicht verdienet, müsten nicht allein dieBeamten und Vorsteher der Gegend, den durchden Wundarzt oder die Hebamme erprobten Vor-zug anweisen, sondern auch jedesmal das Consi-lium Medicum berichtlich darüber vernommenwerden. Wenn daher ein Wundarzt durch ver-schiedene schwehre und glücklich vollbrachte Opera-tionen in seiner Gegend sich Beifall erworbenhätte, so müste selbiger von allen bürgerlichen La-sten ganz befreiet, und diese vom Landesherrenselbst zu gebende Befreiung von den Canzeln desAmts oder des Bezirks verkündet werden. Wolteman nach und nach noch weiter gehen, so könnteman selbige der Gerichtsbarkeit der Beamten, ebenwie die wirklich graduirte Personen, entziehen.Auch könnte man vielleicht einen solchen Wundarztfür seine gröstentheils ganz unbeträchtliche liegen-