kommen haben, folglich angehalten werden könne,mit der Besorgung der Kranken unter dem gemei-nen Manne sich vorzüglich abzugeben, so würdedadurch überdem mancher unwissende Kranke ab-gehalten werden, sich den so öfters mörderischenHänden der Pfuscher anzuvertrauen, indem einsolcher Chirurgus größtentheils eher das Zutrau-en des gemeinen Mannes sich erwerben kann alsder Arzt; welchen letzteren dergleichen Kranken oh-nehin mehr scheuen wegen der mehreren Kösten.So bedenket sich auch mancher vermögende Bauerlange, ehe er einen Arzt zu sich berufen läßt,der doch einen solchen Wundarzt gleich im Anfangseiner Krankheit um Rath gefraget und ehersein Leben gerettet haben würde. Hiebei ist fer-ner noch zu bedenken, daß ein solcher Wundarztsich nicht allein mit dem Bauren zu Tische setzet,sondern selbst öfters die genossene Mahlzeit füreinen Theil seiner Deserviten ansiehet.Um nun diesen heilsamen Endzweck völligdurch Erfüllung des dritten Punkts zu erhalten,so würde man auf alle Arten suchen müssen durchden Reiz der Ehrsucht und auch des Nutzensdie Wundärzte und Hebammen, in ihrer Kunstimmer weiter zu treiben. Obzwar der zweitereWeg unumgänglich nöthig ist, so ist doch an der an-deren Seite gewiß, daß man auf dem erſterenviel weiter kommt. Ein Ehrsüchtiger wagt allesund spart keine Mühe um seinen Endzweck,nemlich den Beifal des Publikums zu erhalten.Ohne diesen Trieb kann fast niemand ein grosserMann in irgend etwas werden. Dagegen ein Eigen-nütziger bey dem zweiten Schritt öfters nieder-träch-
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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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26
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