arzt eben so gut zur innerlichen Praxis schickt,als jeder empirische Arzt, der für noch so vielGeld ein, das einfältige Publikum triegendesDoktor=Diplom auf irgend einer Universität mitallen möglichen Solennitäten erhalten hat. Zuwünschen wäre aber, daß die Verfassung jedesLandes dergestalt eingerichtet wäre, daß man nichtnöthig hätte, dergleichen Männern eine allgemeineBehandlung aller innerlichen Krankheiten zu er-lauben. Man könnte von selbigen eine hinrei-chende Kenntniß der plötzlichen Zufälle die schleu-nige Todesgefahr bringen; der hitzigen Krankhei-ten des gemeinen Mannes und der Kinderkrank-heiten die am häufigsten vorkommen, nebst dervon der Diät, Kindererziehung, und Verhaltenin Wochen fodern, und ihnen alsdann diese Fällebehandeln zu dürfen volle Erlaubniß ertheilen.Bey den anderen braucht es wie ich schon gesagthabe keiner schleunigen Hülfe. — Solte nun einLand in der gar traurigen Verfassung seyn, daßes nicht einmal auf dem Lande hinreichende ge-schickte Wundärzte weder auf Kosten solcher Ge-gend, noch auf Kosten des Staats erhalten kann:so erlaubt Herr Hoffmann wie billig auch denschlechtesten Wundärzten einige innerliche Fälle be-handeln zu dürfen. Diese dürfen solches alsdannaber nicht anders als nach einem gewissen gutge-fundenen geschriebenen oder gedruckten Unterricht,oder Catechismus, den sie ganz vollkommen ver-stehen müssen, um darnach die darin bemeldteKrankheiten behandeln zu können. Wie sehr istsaber zu wünschen, daß dergleichen Gegenden rechtwenige seyn mögen, wo durch gar keine öffentli-che Anstalten dieser traurige Mangel an geschick-teren
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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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