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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlch der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande
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begleitenEs bleibt immer wahr: zur rech-ten Zeit und mit Sicherheit operiren, ist so gutdas Werk des feinſten Nachdenkens, als zu rech-ter Zeit sein Brechmittel oder Chinarinde ge-ben. Man kann nun zwar freilich wohl nicht beiallen und jeden Wundärzten diese Geistesfähig-keiten in dem Grade erwarten, eben so wenig alssämtliche Aerzte dieselben besitzen. Bedenkt manaber, daß oft eine Wartfrau von gesundem Ver-stande, ein Geistlicher u. a. mit der Zeit einenſicheren Blick von Gefahr und nicht Gefähr, ei-ne Art von praktischer Beurtheilung sich erwer-ben können: warum sollte man denn dem Man-ne, der vom Bau des Körpers doch etwas ver-stehet und von dessen Uebeln ebenfalls einen Theilverstehen muß, alle nützliche Einsicht absprechen?Noch eins; die Krankheiten des großen Haufens,fürnemlich auf dem Lande, sind meistens einfachund weit weniger verwickelt, als die Leidender Vornehmen. In hitzigen Fällen ist Blut-lassen, oder andere Ausführung das Hauptge-schäft in der Kur. Das übrige besorget größten-theils die Natur. Und würde von Seiten desArztes bei dergleichen Fällen öfters das viel wür-ckenwollende gelassen, so würde es oft weit an-ders mit dem Kranken aussehen, die Natur wür-de sich heben und durch eigne Kräfte siegen. Ichhalte es daher allerdings für heilsam, dergleichenWundärzten zu erlauben in Ermanglung derAerzte, auf dem Lande einige innerliche Krank-heiten zu behandeln. Da aber ihre Kenntnißepon dieser Seite eingeschrenkt sind, so ists billigund nöthig, daß ebenfalls dieſe Erlaubniß nachMaasgabe obiger Kenntniße mehr oder wenigeraus-